Sportstudio für die Hosentasche: Kasseler Studenten entwickeln Fitnessband mit Mess-Chip

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Hanno Storz und Stefan Weiss mit ihrem STRAFFR-Band. Mittels einer kostenfreien App werden dort die Daten des Workouts analysiert und verarbeitet.

Innovatives aus Nordhessen. Das Gummiband von Hanno Storz und Stefan Weiss denkt mit und wurde beim „Hessen Ideen“-Wettbewerb ausgezeichnet.

Kassel. Fitness wird immer mehr zum Lifestyle. In der heutigen Zeit muss sportliche Betätigung jedoch schnell und einfach gehen. Das Fitnessgummiband von STRAFFR, entwickelt von den Kasseler Studenten Stefan Weiss, Hanno Storz, Torben Hellmuth und Volker Valentin, soll ein effektives Workout ermöglichen, egal wo man ist.

Handlich und einfach zu transportieren bietet das STRAFFR-Band die Möglichkeit, immer und überall Sport zu treiben.

„Die Idee kam mir, als ich für ein Praktikum unterwegs war und Sport treiben wollte. Im Hotel gab es keine Möglichkeit, doch ein Gummiband ist ein praktisches Sportgerät, das man überall anwenden kann. Das Workout damit war aber wenig motivierend, da man die Fortschritte nicht messen kann. So entstand die Idee, ein Fitnessgummi zu entwickeln, das analysiert und Ergebnisse aufzeichnet“, sagt Stefan Weiss, der gemeinsam mit Kommilitone Hanno Storz Wirtschaftsingenieurwissenschaften studiert hat und die sich mit Betriebswirt Volker Valentin und Torben Hellmuth, Elektrotechnik-Student und Entwickler, zusammen getan haben.

Echtzeitdatenerfassung und motivierendes Feedback

So entstand STRAFFR, welches mittels einer Sensorik, die sich im gesamten, selbst entwickelten Gummiband versteckt, Kraft, Wiederholungsanzahl und die Geschwindigkeit der ausgeführten Übungen erfasst und direkt an das Smartphone oder Tablet sendet. Eine eigene kostenfreie App wurde entwickelt, die in Echtzeit die Daten erfasst, aktives Feedback gibt, korrigiert und auch künftig mitdenkt. In der nächsten Zeit soll sie noch so ausgebaut werden, dass die App Verbesserungsvorschläge und Erweiterungen anbietet und man dort auch Fünf-Minuten-Workouts und Trainingspläne findet. Auch eine Pro-Version soll es geben. Dafür arbeitet das STRAFFR-Team mit Physiotherapeuten zusammen. Das Band soll es in verschiedenen Längen und Stärken geben, die man einfach wechseln kann.

Das Case entstand am 3D-Drucker und das Sportband mit Hilfe der Uni Kassel vom Institut für Werkstofftechnik. Um das STRAFFR-Band marktreif weiterzuentwickeln, haben Stefan Weiss und Hanno Storz ein Exist Gründerstipendium von der Uni Kassel erhalten. Die nächsten zwölf Monate erhalten sie Räumlichkeiten in der Uni, Kosten für den Lebensunterhalt, Sachmittel und Coaching für das Gründerteam. Doch auch an der Folgefinanzierung wird schon gearbeitet, damit das STRAFFR Fitnessgummiband demnächst von vielen Sportbegeisterten zuhause, im Park oder eben im Hotel genutzt werden kann.

EXTRA INFO: Auszeichnung von „Hessen Ideen“

Der mit 2.000 Euro dotierte dritte Preis von „Hessen Ideen“ ging an das Team von der Uni Kassel für das Projekt „STRAFFR“. Besonders überzeugt hat die werkstoffliche Innovation, die auf spielerische Art und Weise orts- und zeitunabhängig den Bewegungsdrang fördert.

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