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Spritzen statt Kunst: ruru-Haus wird zum Impfzentrum

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Die Stadt Kassel wird in den Räumen des ruru-Hauses ein zentrales Corona-Impfzentrum eröffnen. In dem Impfzentrum werden in bis zu acht Impfkabinen alle zugelassenen Impfstoffe gegen das Corona-Virus verfügbar sein.

Kassel Wo sich gerade noch Gäste aus aller Welt über die kunterbunte Welt der documenta fifteen informierten, werden bald weiße Kittel und Formulare das Bild beherrschen: Die Stadt Kassel wird in den Räumen des ruru-Hauses an der Treppenstraße in der Innenstadt ein zentrales Corona-Impfzentrum eröffnen. Im Laufe der zweiten Oktoberhälfte werden dort dann bis zu 800 Impfungen pro Tag möglich sein.

„Ich bin sehr froh, dass wir den Bürgerinnen und Bürgern an einem so zentralen Ort in Kassel kostenlose Corona-Schutzimpfungen anbieten können. Das neue Impfzentrum ist barrierefrei und gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln sowie dem Auto zu erreichen“, erläutert Oberbürgermeister Christian Geselle. „Wir werden also dem Virus erneut die Stirn bieten und unsere Impf-Bemühungen von O bis O, also von Oktober bis Ostern, erneut intensivieren.“

„Die Impfungen mit den angepassten Impfstoffen der Hersteller BioNTech und Moderna werden bisher von der Bevölkerung zwar verhältnismäßig gut angenommen, aber wir müssen alle unsere Bemühungen, das Virus zu bekämpfen, noch einmal verstärken. Daher bitte ich Sie: Wenn Sie noch keinen vollständigen Impfschutz haben oder Ihnen eine Boosterimpfung fehlt, lassen Sie sich vor der nächsten Welle impfen. Das ist der beste Schutz gegen einen schweren Verlauf“, ergänzt Gesundheitsdezernentin Nicole Maisch.

In dem barrierefreien Impfzentrum werden in bis zu acht Impfkabinen alle zugelassenen Impfstoffe gegen das Corona-Virus verfügbar sein. Somit können sich dort Personen ab 5 Jahren montags bis samstags von 10 bis 18 Uhr kostenlos impfen lassen. Eine vorherige Terminvereinbarung ist nicht nötig. Impfwillige sollten auch im neuen Impfzentrum ihre Ausweispapiere sowie die Krankenkassenkarte bei sich haben, möglichst auch ihren gelben, internationalen Impfausweis. Sollte dieser nicht vorhanden sein, wird die Corona-Schutzimpfung durch eine Impfbescheinigung dokumentiert. Neben dem zentralen Impfzentrum in der Innenstadt wird der städtische Impfbus weiterhin Impfungen in den Stadtteilen vor Ort anbieten. Zudem sind zwei mobile Impfteams weiterhin im Einsatz, um beispielsweise Personen in Pflegeeinrichtungen gegen das Corona-Virus zu impfen.

Mit der Inbetriebnahme des zentralen Impfzentrums in den Räumlichkeiten des ruru-Hauses werden die Impfstellen im Jugendamt und im City-Point geschlossen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Impfstellen werden dann im Impfzentrum eingesetzt. „An dieser Stelle möchte ich auch noch mal ausdrücklich der Gesundheit Nordhessen Holding sowie dem Centermanagement des City-Points für die gute Zusammenarbeit danken. Wir konnten dort sowohl Testungen als auch Impfungen anbieten“, so Christian Geselle.

Wie es mit dem ruru-Haus nach Ende der documenta weitergehen sollte, war bislang unklar. Auch die Nutzung als Impfzentrum sei zunächst nur eine Zwischenlösung für das Gebäude, heißt es seitens der Stadt. Ab 2023 übernimmt die Stadt die Immobilie dann im Rahmen eines Erbbaurechtsvertrags. Der weitere Verwendungszweck ist offen, im Gespräch war das Gebäude unter anderem auch als Standort für das documenta-Institut. Die Büros im Obergeschoss werden noch bis Jahresende durch die documenta genutzt.

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