Sprühende Fantasie - Kinder verschönern Garagenhof am Pferdemarkt

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Hatten viel Spaß mit den Sprühdosen: Gerrit Retterath (KolorCubes, vorne), Susanne Endres (Spielmobil Rote Rübe, 3.v.r.), Matthias Otto und Janina Mader (Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt, re.) mit einigen Kindern, die am Projekt teilnahmen.

In Zusammenarbeit mit den KolorCubes, dem Spielmobil Rote Rübe und der Wohnstadt gestalteten Kinder mit viel Spaß und Freude einen Garagenhof.

Kassel. Bewaffnet mit Sprühdosen, Mundschutz und Leiter waren sie drei Tage lang in einem Innenhof zwischen den Kasseler Stadtteilen Wesertor und Mitte zugange: Kleine und große Graffiti-Künstler, die das Wohnquartier am Pferdemarkt ein bisschen bunter gestalten wollen. Aus den Ferienspielen, die das Spielmobil Rote Rübe ausrichtet, hat sich in Zusammenarbeit mit der Wohnstadt und der Kasseler Initiative KolorCubes ein Graffiti-Projekt ergeben, das Kinder und Jugendliche dazu einlud, das eigene Wohnumfeld mit sprühender Fantasie farbenfroh zu gestalten.

„Ursprünglich war geplant, dass wir nur zwei Garagen in dem Hof zwischen der Müllergasse und der Kastenalsgasse gestalten. Weil der Ansturm aber so groß war, haben wir uns dann dazu entschieden, alle Garagen als Fläche zu nutzen“, erklärt Susanne Endres vom Spielmobil Rote Rübe, die die Kinder beim Sprayen unterstützte. An die 30 Kinder aus einem angrenzenden Hort und umliegenden Wohngebieten waren an den drei Tagen gekommen, um den Sprühdosenspaß mitzuerleben.

Am Ende der drei Projekttage prangen nun unterschiedlichste bunte Motive an den Garagen: Tiere, Dinosaurier, aber auch ein Logo für das Wohnquartier am Pferdemarkt. „Die meisten Bilder sind mit Schablonen entstanden, die wir vorher gemeinsam ausgesucht, aufgemalt und ausgeschnitten haben“, erklärt Gerrit Retterath, Mitbegründer der Initiative KolorCubes, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Kassels Wände mit Graffiti und Street-Art bunter zu machen. Die Grundschüler seien mit großer Begeisterung dabei gewesen.

 Der Workshop soll nur den Auftakt für eine größere Aktion bilden, in die möglichst alle Anwohner einbezogen werden sollen. „Wir setzen darauf, dass Eltern vorbeikommen werden, um sich die Werke ihrer Kinder anzusehen. Und auch die Anwohner, die eigentlich nur ihr Auto holen oder abstellen wollen, werden bestimmt neugierig. So könnte sich das Projekt weiter entwickeln“, zeigt sich Gerrit Retterath zuversichtlich. Zudem laufen bereits Planungen für einen weiteren Workshop im Oktober für die erwachsenen Bewohner des Quartiers.

Extra Info

Das Quartier Pferdemarkt

Das Quartier Pferdemarkt zeichnet sich insgesamt durch eine Mischung von zahlreichen Häusern im Stile der 50er Jahre Architektur und denkmalgeschützten Gebäuden aus. Die Bevölkerungsdichte ist mit 93 Einwohnern pro Hektar hoch, höher als in vielen anderen Kasseler Stadtteilen. Zwei Drittel der Bewohner hat einen Migrationshintergrund. Aktuell wird beantragt, das Quartier in das Programm Soziale Stadt aufzunehmen, und zwar als Erweiterung des bereits geförderten angrenzenden Gebietes Wesertor. Ziel der Stadtteilsanierung ist unter anderem, die Blockinnenbebauung neu zu gestalten und die vorhandenen Spiel-, Freizeit- und Grünflächen aufzuwerten.

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