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Stadt Kassel führt Befragung zum Verkehrsverhalten durch

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Von: Ulf Schaumlöffel

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Die Haushaltsbefragung in der Stadt Kassel ist Bestandteil einer umfangreichen Mobilitätsstudie, die durch die Technische Universität Dresden in ca. 500 deutschen Städten und Gemeinden zeitgleich stattfindet.
Die Haushaltsbefragung in der Stadt Kassel ist Bestandteil einer umfangreichen Mobilitätsstudie, die durch die Technische Universität Dresden in ca. 500 deutschen Städten und Gemeinden zeitgleich stattfindet.  © Foto: Fischers Fritz

„Um die richtigen Entscheidungen im Zusammenhang mit der Verkehrswende für Kassel zu fällen, ist es wichtig, das Mobilitätsverhalten der hier lebenden Menschen zu kennen,“ so Stadtbaurat Christof Nolda.

Kassel Werden Bus, Straßenbahn oder Fahrrad in Kassel eigentlich stärker genutzt als 2018? Wie hat sich demgegenüber der Anteil des Autoverkehrs entwickelt? Die Beantwortung solcher und ähnlicher Fragen ist für die Verkehrsplanung von großem Interesse, um regelmäßig zu überprüfen, ob verkehrsplanerische Maßnahmen tatsächlich zu den gewünschten Ergebnissen geführt haben. Deshalb wird 2023 wieder eine Haushaltsbefragung durchgeführt.

„Um die richtigen Entscheidungen im Zusammenhang mit der Verkehrswende für Kassel zu fällen, ist es wichtig, das Mobilitätsverhalten der hier lebenden Menschen zu kennen,“ so Stadtbaurat Christof Nolda. Bereits 2008, 2013 und 2018 wurde eine Haushaltsbefragung zum Verkehrsverhalten in Kassel durchgeführt. Durch die Haushaltsbefragung 2023 soll sichergestellt werden, dass die Mobilitätsplanung auf eine kontinuierliche und gesicherte Datenbasis zurückgreifen kann.

Die Adressen der ausgewählten Haushalte werden per Zufallsverfahren aus dem Einwohnermelderegister gezogen. Diese Einwohnerinnen und Einwohner erhalten zunächst ein offizielles Ankündigungsschreiben, das sie über die Befragung informiert und um ihre Mitwirkung bittet. Die Teilnahme an der Erhebung ist freiwillig.

Die Haushaltsbefragung in der Stadt Kassel ist Bestandteil einer umfangreichen Mobilitätsstudie, die durch die Technische Universität Dresden in ca. 500 deutschen Städten und Gemeinden zeitgleich stattfindet. Auftraggeber sind Kommunen, Bundesländer, Verkehrsverbünde und Verkehrsunternehmen. Bundesweit werden rund 270.000 Personen befragt. Die inhaltliche und methodische Einheitlichkeit der Erhebung ermöglicht einen Städtevergleich als wichtige Orientierungsgröße für die kommunale Verkehrspolitik. Hierzu gehört die Entwicklung der Verkehrsmittelwahl, die in der Diskussion um klima- oder auch pandemiebedingte Änderungen der Mobilität eine große Rolle spielt. Aber auch die allgemeine Nutzung von Carsharing-Angeboten und Elektrofahrrädern sowie die Mobilität von Kindern, Jugendlichen und Senioren werden analysiert.

Mit der Durchführung der Erhebung hat die TU Dresden das Leipziger Erhebungsinstitut O.trend GmbH beauftragt. Dort werden die Daten erfasst und anonymisiert an die TU Dresden zur Auswertung übergeben. Dabei ist die Einhaltung der Bestimmungen des Datenschutzes gemäß Datenschutzgrundverordnung gewährleistet.

Besonders wichtig sind die Angaben zu den Wegen aller im Haushalt lebenden Personen an einem vorgegebenen Stichtag. Dabei geht es u. a. um die genutzten Verkehrsmittel und die zurückgelegten Entfernungen. Auch Personen, die am Stichtag nicht unterwegs waren, sind für die Erhebung ausdrücklich von Interesse, weil das durchschnittliche Verkehrsverhalten der gesamten Wohnbevölkerung erfasst werden soll.

Die Befragung beginnt im Januar 2023 und läuft über zwölf Monate. Die Fragen können flexibel über einen Online-Zugang im Internet beantwortet werden. Alternativ steht am Telefon geschultes Interviewpersonal zur Verfügung. Auch eine Telefonhotline und ein Webchat sind eingerichtet.

Stadtbaurat Christof Nolda bittet die angeschriebenen Bürgerinnen und Bürger um rege Beteiligung und bedankt sich schon jetzt für die Mitwirkung.

Die TU Dresden und die Stadt Kassel bitten alle betroffenen Haushalte, sich an der Befragung zu beteiligen, damit die kommunale Verkehrsplanung auf eine aktuelle Datengrundlage zurückgreifen kann. Weitere Informationen zur Befragung sind unter https://tu-dresden.de/srv zu finden. Für die angeschriebenen Bürgerinnen und Bürger steht unter der Telefonnummer 0800 8301830 ein kostenloses Infotelefon zur Verfügung.

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