Stadt Kassel ruft Abteilung "Bevölkerungsschutz" ins Leben

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Die Stadt Kassel hat eine neue Abteilung "Bevölkerungsschutz und Krisenmanagement geschaffen - und den ehemaligen Pressesprecher dort als Leiter installiert.

Feuerwehr und Rettungsdienst  seien nicht in der Lage Krisen und Katastrophen allein zu bewältigen. Eine von der Stadt Kassel ins Leben gerufene Abteilung soll ein "Krisenmanagement" leisten.

Kassel. Pünktlich am 31. Juli poppte die Nachricht im Karriere-Netzwerk „Xing“ auf: Ingo Happel-Emrich (47) hat einen neuen Jobtitel angegeben. Seit 2012 und bis eben noch Pressesprecher – und Abteilungsleiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit – der Stadt Kassel, nun auf einem neuen Posten.  Seit dem 1. August ist er „Abteilungsleiter Bevölkerungsschutz und Krisenmanagement“. Wohl aber noch ohne Abteilung, wie man aus dem Rathaus hört. „Die wird jetzt gerade aufgebaut“, schiebt man schnell hinterher.

Bevor wir die offizielle Antwort der Stadt Kassel auf die EXTRA TIP-Anfrage veröffentlichen, hier ein kurzer Einblick wie „Karrieren“ im Rathaus verlaufen (können). Schon einmal schickte man einen unliebsam gewordenen – weil mit dem falschen Parteibuch ausgestatteten – Mitarbeiter in die „Verbannung“. Und schuf flugs einen neuen Posten. Es traf Hans-Jochem Weikert, den ehemaligen Geschäftsführer der Kassel-Service GmbH (heute „Kassel Marketing“). Im CDU-regierten Rathaus hatte er keine guten Karten mehr. Und so schuf man extra für ihn die Stelle eines „Sonderbeauftragten“ zur Vermarktung des Auestadions. Erst als Bertram Hilgen Oberbürgermeister in Kassel wurde, stieg Weikert wie Phoenix aus der Asche wieder auf: Zunächst zum einflussreichen Büroleiter Hilgens. Als Leiter des Haupt- und Bürgeramtes durfte er schließlich in den verdienten Ruhestand wechseln.

Nun hat Kassels neuer Oberbürgermeister Christian Geselle sein Team aufgestellt. Aus der Pressestelle wechseln Sascha Stiebing und Carina Wagener als Referenten in sein Büro, hinzu kommt von der HNA die Journalistin Martina Heise-Thonicke. Und für Ingo Happel-Emrich ist in der Pressestelle kein Platz mehr. Stattdessen soll dort Claas Michaelis, wie Happel-Emrich ehemals ein HNA-Journalist, Platz nehmen – sobald ihn sein Arbeitgeber K + S frei gibt. Als bekannte Gesichter der Öffentlichkeitsarbeit halten Michael Schwab (stellv. Pressesprecher) und Petra Bohnenkamp („Kulturpressesprecherin“) bis dahin die Stellung.

Und was hat es nun mit der neuen Abteilung auf sich? Sascha Stiebing erklärt als Pressesprecher: „Katastrophen, außergewöhnliche Schadensereignisse und Krisen sind nicht unbedingt vorhersehbar. Allein die Folgen des Klimawandels (Unwetter, Starkregen, Hochwasser, etc.) machen sich schon jetzt vermehrt bemerkbar. Zu jeder Zeit ist der Eintritt eines schädigenden Ereignisses möglich. Das stellt Bund, Länder und Gemeinden sowie private Institutionen vor neue Herausforderungen. Solche Gefahrenlagen sind mit der alltäglichen Gefahrenabwehr (Feuerwehr, Rettungsdienst, etc.) allein nicht mehr zu bewältigen.“

Die einzig geeignete Reaktion darauf sei ein erprobtes und funktionierendes Krisenmanagement. Kommunikation, Vorbereitung, Erkennung, Bewältigung und Nachbereitung dieser Gefährdungslagen seien unabdingbar. „Daher hat sich auch die Stadt Kassel entschlossen, Anpassungen für solche Lagen vorzunehmen. Die Abteilung Bevölkerungsschutz und Krisenmanagement ersetzt ab sofort das ehemalige Sachgebiet „Planung und Organisation im Zivil- und Katastrophenschutz“. Insgesamt werden fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Abteilung angehören.“

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