In Dresden war die Querdenker-Demo eskaliert – zwölf Polizeibeamte wurden verletzt. Die Demo war trotz eines Versammlungsverbotes abgehalten worden. Bis zu 5000 Menschen hatten daran teilgenommen.
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Die Bilder aus Dresden vom vergangenen Wochenende waren erschreckend: Trotz Versammlungsverbot kamen 5000 Menschen zusammen, es eskalierte zwischen den Kritikern der Corona-Maßnahmen und der Polizei. Am kommenden Samstag steht Kassel im Blickpunkt.
Kassel. Unter dem Motto: „Frühlingserwachen – die Welt steht auf“ haben die „Freien Bürger Kassel“ für den kommenden Samstag, 20. März zu einer Großdemonstration aufgerufen. Im Veranstaltungszeitraum zwischen 12 und 16 Uhr sollen sowohl eine Kundgebung als auch ein Protestzug gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung geplant sein.
Die Stadt bestätigt das: „Es liegen Anmeldungen für Versammlungen am Samstag, 20. März, vor.“ Und schiebt zugleich den Aktivitäten einen Riegel vor: „ Aufgrund des mit dem Zusammentreffen vieler Menschen einhergehenden gesteigerten Infektionsrisikos mit dem Corona-Erreger hat die Stadt Kassel die geplanten Versammlungen und Aufzüge untersagt.“
Nach EXTRA TIP-Informationen planen die als „Querdenker“ bezeichneten Maßnahmen-Kritiker, unter die sich auch gerne Rechtsextreme und Gewalttätige Demonstranten mischen, dennoch aus dem ganzen Bundesgebiet nach Kassel zu reisen.
Die Kasseler Polizei beobachtet die Aktivitäten im Vorfeld, auch in den sozialen Netzwerken, sehr genau – wie Polizei-Pressesprecher Mathias Mänz auf EXTRA TIP-Anfrage mitteilt. „Wir bereiten uns auf verschiedene Szenarien vor, um mit der angemessenen und erforderlichen Anzahl an Kräften im Einsatz zu sein.“