Aus Stoff, den auch die Queen trägt: Sven Krolczik ist Maßschneider aus Leidenschaft

Sven Krolczik ist mittlerweile Maßschneider mit eigenem Atelier in der Kasseler Elfbuchenstraße.
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Sven Krolczik ist mittlerweile Maßschneider mit eigenem Atelier in der Kasseler Elfbuchenstraße.
Maßgeschneiderte Kleidung besitzt Charme, den ein Kleidungsstück von der Stange nicht hat.
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Maßgeschneiderte Kleidung besitzt Charme, den ein Kleidungsstück von der Stange nicht hat.
Maßgeschneiderte Kleidung besitzt Charme, den ein Kleidungsstück von der Stange nicht hat.
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Maßgeschneiderte Kleidung besitzt Charme, den ein Kleidungsstück von der Stange nicht hat.
Maßgeschneiderte Kleidung besitzt Charme, den ein Kleidungsstück von der Stange nicht hat.
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Maßgeschneiderte Kleidung besitzt Charme, den ein Kleidungsstück von der Stange nicht hat.
Maßgeschneiderte Kleidung besitzt Charme, den ein Kleidungsstück von der Stange nicht hat.
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Maßgeschneiderte Kleidung besitzt Charme, den ein Kleidungsstück von der Stange nicht hat.
Maßgeschneiderte Kleidung besitzt Charme, den ein Kleidungsstück von der Stange nicht hat.
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Maßgeschneiderte Kleidung besitzt Charme, den ein Kleidungsstück von der Stange nicht hat.
Sven Krolczik ist mittlerweile Maßschneider mit eigenem Atelier in der Kasseler Elfbuchenstraße.
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Sven Krolczik ist mittlerweile Maßschneider mit eigenem Atelier in der Kasseler Elfbuchenstraße.
Sechs bis acht Wochen dauert die Arbeit an einem zweiteiligen Anzug, der dann wie eine zweite Haut sitzt und sich dem Körper des Kunden anpasst.
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Sechs bis acht Wochen dauert die Arbeit an einem zweiteiligen Anzug, der dann wie eine zweite Haut sitzt und sich dem Körper des Kunden anpasst.

Maßgeschneiderte Kleidung besitzt Charme, den ein Kleidungsstück von der Stange nicht hat - das sagt Maßschneider Sven Krolczik aus Kassel. Doch ursprünglich hatte er ganz andere Pläne.

Kassel. Ohne Ausbildung und ohne Erfahrung in einem Betrieb gesammelt zu haben – und dennoch ist Sven Krolczik mittlerweile Maßschneider mit eigenem Atelier in der Kasseler Elfbuchenstraße. Wie der 37-Jährige dazu kam, erzählt er uns: „Eigentlich habe ich an der Uni Kassel Malerei und Lehramt für Gymnasium studiert. Doch während meines Studiums habe ich immer schon genäht, Schnittmuster entwickelt, all mein Geld in Stoffe gepackt und mir schließlich gesagt ‚Ich muss das probieren!‘ Damals haben mich alle für verrückt erklärt.“

Mit Anfang 30 schloss Krolczik das Studium ab und beweist während der Prüfung vor der Handwerkskammer und mit Präsentationen vor Gremien, dass er auch ohne Ausbildung das Zeug zum Maßschneider hat. Und so entstehen in seinem Atelier nun handgenähte Anzüge aus hochwertigen handgewebten Stoffen. Diese kommen aus England, Italien und Bayern und werden teilweise sogar von Prince Charles oder der Queen getragen. So kann der Meter Stoff auch schon einmal 350 Euro kosten. „Manch einer kauft sich ein Auto für 4.000 Euro, bei mir bekommen die Kunden dafür einen zweiteiligen Anzug, der wie eine zweite Haut sitzt und handgearbeitet ist. Wichtig ist dabei natürlich nicht nur die perfekte Passform, sondern auch die ausschließliche Verwendung von Naturmaterialien. Selbst das Knopfloch wird von Hand gestochen und mit Seidenfaden gearbeitet. Im Anzug findet sich daher keinerlei Synthetik“, so Krolczik.

An solch einem Anzug wird dann bis zur Fertigstellung sechs bis acht Wochen gearbeitet, mehrere Anproben sind nötig, bis der Anzug perfekt sitzt. „Wenn man einmal ein Kleidungsstück getragen hat, was wie angegossen sitzt, dann will man nichts mehr von der Stange. Dann merkt man erst, wie das Stück den eigenen Körper umspielt und schmeichelt.“

Für dieses Gefühl reisen die Kunden deutschlandweit nach Kassel, mehrere Stunden erarbeiten Anzugträger und Maßschneider gemeinsam den Schnitt und Stil. Anfertigungen werden oftmals für besondere Anlässe in Auftrag gegeben, etwa Hochzeiten oder runde Geburtstage. Dass die Feierlichkeiten aufgrund der Coronakrise momentan nur bedingt stattfinden können, merkt auch Krolczik. „Als Maßschneider ist es nicht weniger schwer Geld zu verdienen, als mit anderer Kunst. Doch ich bin froh, diesen kreativen Weg gegangen zu sein und mich hier im Atelier auszuleben zu können.“

Rubriklistenbild: © Soremski

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