Streit um offene Rückzahlungen: Jetzt spricht der Getränkehändler

Was beim Hessentag nicht verkauft wurde, ging zurück. Foto: dpa
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Was beim Hessentag nicht verkauft wurde, ging zurück. Foto: dpa

Kassel. Nach unserem heutigen Bericht „Getränkehändler untergetaucht", meldet sich nun Daniel Synek von DB 96 Eventmanagement zu Wort.

Kassel. Nach unserem heutigen Bericht "Getränkehändler untergetaucht?", in dem es um offenstehende Rückzahlungen an Kasseler Hessentagsgastronomen ging, meldet sich nun Daniel Synek von DB 96 Eventmanagement zu Wort.

"Davon, dass eine Gerichtsvollzieherin festgestellt hat, ich sei unbekannt verzogen und keine pfändbaren Gegenstände zurückgelassen habe,  höre ich zum ersten Mal", so Synek. Er befinde sich immer noch unter der gleichen Firmenanschrift.

Über die Gastronomen, die sich von Synek betrogen fühlen, berichtet er: "Die sollten sich an die eigene Nase fassen. Wir hatten beim Hesentag 83 Kunden. Mit 60 davon gab es gar keineProbleme, mit weiteren drei konnten Missverständnisse nach Gesprächen geklärt werden. Mit drei Gastronomen gibt es allerdings Ärger."Synek vermutet, dass das damit zu tun habe, dass sie die antialkoholischen Getränke  von einem auswärtigen Händler beziehen mussten, statt Heimischen.

Sie hätten sich nicht an die Vertragsbedingungen gehalten und Getränke von Fremdbetrieben gekauft. "Uns ist das nach der Leergutannahme aufgefallen." Es sei mehr Leergut zurückgekommen, als Getränke zu den Gastronomen geliefert worden seien. "Darauf steht eine Konventionalstrafe." Gastronom Hellwig beispielsweise habe an einem   Hessentags-Abend Red Bull-Energy-Drink-Dosen aus seinem Betrieb in Fuldabrück geholt und an seinem Stand am Friedrichsplatz verkauft. "Er hat uns das zwar im Nachhinein auch davon berichtet, dass ihm das Energy-Getränk ausgegangen sei und versprochen, das mit einer weiteren Bestellung wieder auszugleichen. Getan hat er es bisher aber nicht", so der Getränkehändler.

Weil derzeit geprüft werde, ob Kassel Marketing, Hassia als Vertragspartner oder der Getränkehändler selbst, die Konventionalstrafe einzieht, habe man die ausstehenden Rückzahlungen noch nicht getätigt.

Gastronom Markus Hellwig-Seibel zu den Vorwürfen: "Egal was Herr Synek sagt, wir haben einen Vollstreckungsbescheid (Titel) gegen ihn. Der kommt nicht einfach so ins Haus geflogen."

In ihrem Fuldabrücker Betrieb verkaufe man gar kein Red Bull. Man habe zwei Stiegen Red Bull beim Händler bestellt und nicht einmal fünf Dosen verkauft. "Eine persönliche Bestätigung und Unterredung dazu gab es nie.Markus Hellwig mit Herrn Synek nie ein persönliches Wort gewechselt. Das Leergut wurde unter Zeugen (Mitarbeiter von uns) zurückgegeben."

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