Studie: Kasseler Innenstadt nur durchschnittlich

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Laut bundesweiter Studie "Vitale Innenstädte" liegt Kassel insgesamt im Durchschnitt. Flair und Wohlfühlcharakter werde deutlich vermisst.

Kassel. "Kassel liegt im guten Durchschnitt und Durchschnitt bedeutet nicht schlecht." Das berichtete Carsten Heustock, stellvertretender Leiter Standortpolitik der IHK Kassel-Marburg, bei der Ergebnis-Vorstellung der Untersuchung "Vitale Innenstädte" am Dienstag.

Ziel der bundesweit angelegten Studie: Dem Handel und Stadtmarketing wichtige Daten zu liefern, inwieweit die Innenstadtbesucher mit Angebot, Ambiente und Erreichbarkeit zufrieden sind.In 60 deutschen Städten wurden diese Daten erhoben, darunter 14 in Nordhessen.  Nach Einwohnerzahlen sortiert, musste sich Kassel mit Vergleichsstädten wie Bremerhaven, Osnabrück, Regensburg und Saarbrücken messen.

783 Passanten der Kasseler City wurden im September 2014 interviewt. Ergebnis: "Die Gesamtattraktivität der Stadt liegt in Schulnoten bei 3,1. Und ist damit durschnittlich im Vergleich zu anderen Städten der Untersuchungsgruppe", erklärt Oliver Stöhr, Projektleiter der IHK Kassel-Marburg.  In einigen Punkten liegt das nordhessische Zentrum jedoch über dem Durschnitt: Die Verkehrsanbindung in Kassel ist sehr gut, 45,7 Prozent der Befragten kommen mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Innenstadt. Auch die Parksituation wird von den Befragten positv bewertet (Note: 3,1, Durschnitt 3,3). Als sehr gut bewertet wird vorallem auch das Freizeitangebot, mit Kinos und Museen in direkter Citylage.

Konzept gibt es nicht

Einen Wermutstropfen gibt’s aber: In den Punkten "Ambiente und Flair" sowie "Erlebnischarakter" liegt Kassel zurück. Für Gerhard Jochinger von den City-Kaufleuten eine herbe Enttäuschung: "Mit dem schlechten Ergebnis in der Attraktivität sind wir nicht zufrieden und fordern, dass etwas passiert".   Citymanagerin Anita Bodenbach versprach darauf zu reagieren. Entsprechende Konzepte konnte sie allerdings noch nicht vorlegen. "Wichtig ist jedoch, dass wir überhaupt erstmal einen Status haben", so Bodenbach. In einem Punkt waren sich jedoch alle einig: Der überfällige Umbau der Königsstraße verspricht die Kasseler Einkaufsmeile zumindest optisch aufzuwerten.

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