Sturmtief Friederike: Hunderte Einsätze und Notrufe bei der Polizei

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Infolge einer Windböe stürzte der Anhänger eines LKWs auf die Seite und sorgte für eine Vollsperrung auf der A44.

Für unzählige Einsätze der Polizei sorgt derzeit das Sturmtief "Friederike". Auf der A 44 ist ein Anhänger eines LKWs infolge einer Windböe auf die Seite gestürzt. Die A 44 ist vollgesperrt.

Nordhessen. Die nordhessische Polizei hatte infolge des Sturmtiefs "Friederike" am heutigen Donnerstag alle Hände voll zu tun. Hunderte Notrufe registrierte die Leitstelle des Polizeipräsidium Nordhessen in Kassel und setzte Funkstreifen ebenfalls im dreistelligen Bereich ein. Dazu kommen Einsätze von denen die Beamten während anderer Einsätze Kenntnis erlangten und solche, die direkt bei den jeweiligen Dienststellen eingingen.

Die meisten Meldungen erreichte die Polizei aus den Landkreisen Waldeck-Frankenberg und Kassel. Aber auch aus dem Stadtgebiet Kassel meldeten sich viele Bürger, die von umgestürzten Bäumen oder herumwirbelnden Baustelleneinrichtungen sowie herabfallenden Dachziegeln berichteten.

Straßensperren dauern teilweise bis morgen

Die meisten Meldungen betrafen umgestürzte Bäume, die zum Teil immer noch Fahrbahnen blockieren. Die aber auch Oberleitungen, Autos oder Zäune beschädigten. Die Straßenblockaden schlossen zeitweise sogar Autofahrer ein. Alleine auf der Dennhäuser Straße in Kassel waren rund 60 Bäume umgefallen. Die Beseitigung wird mancherorts auch noch bis morgen dauern, so die derzeitige Einschätzung. Davon beispielsweise betroffen die Dennhäuser Straße bei Kassel und die ehemalige B 520 bei Schauenburg-Hoof.

Lastzug drohte von Brücke zu stürzen

Eine besondere Situation stellte sich auf der Autobahn 44 im Landkreis Kassel dar. Ein LKW-Anhänger stürzte auf die Fahrbahn, als eine Windböe ihn auf der Talbrücke Breuna erfasste. Die Fahrbahn in Richtung Kassel war seit dem Unfall um 13 Uhr bis 15:30 Uhr voll gesperrt. Anschließend konnte ein Fahrstreifen, später die gesamte Fahrbahn wieder freigegeben werden. Nahezu zeitgleich mit diesem Unfall ereignete sich auf der Gegenseite in Fahrtrichtung Dortmund ein spektakulärer Vorfall. Eine Windböe hatte einen LKW-Anhänger erfasst und zur Seite gedrückt. Der Anhänger stand im 45-Grad-Winkel zur Fahrbahn und drohte von der Brücke zu stürzen. Auch diese Fahrbahn war zunächst voll gesperrt. Wie durch ein Wunder erfasste eine weitere Böe den Anhänger und richtete ihn wieder auf. Der Lastzug konnte daraufhin seine Fahrt unbeschädigt fortsetzen. Die Vollsperrung war damit aufgehoben.

In den allermeisten Fällen blieb es bei Sachschäden

Über Verletzte liegen der Polizei nur wenige Meldungen vor. Nach derzeitigem Stand soll niemand schwer verletzt worden sein. In den allermeisten Fällen blieb es bei Sachschäden, die allerdings zum Teil erheblich sind. In Arolsen-Landau ist an der B 450 ein Gruppe Waldspaziergänger von einem umgestürzten Baum getroffen worden. Sie sollen aber mit leichten Verletzungen davongekommen sein. Glück im Unglück hatten Jugendliche in einem Schulbus, der wegen umgestürzter Bäume auf der Landesstraße 3076 nicht weiterfahren konnte. Nachdem die Jugendlichen den Bus verlassen hatten stürzte ein Baum auf das Fahrzeug und beschädigte dieses. Verletzt wurde dabei niemand. Mehr Informationen werden am morgigen Freitag durch die Polizeipressestelle in Korbach bekannt gegeben.

Die Meldungen über Sturmschäden ebbten schließlich gegen 16 Uhr ab. Diese Zeit deckte sich mit den Angaben des Deutschen Wetterdienstes, der zuvor angab, dass das Hauptwindfeld zu dieser Zeit über Nordhessen gezogen sei.

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