Subcup aus Kassel soll bundesweit Bechermüll eindämmen

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Im August soll der „Subcup“, als erstes System mit einem spülbaren Becher aus nachwachsenden Rohstoffen, von Kassel aus in die Hände tausender Menschen wandern.

Alle wissen es. Doch geändert hat sich nur wenig: Noch immer wandern täglich tausende Kaffee-Becher in Kassel in den Müll, verstopfen städtische Abfalleimer oder fliegen durch die schönen Parks und Gärten.

Kassel. Damit soll jetzt Schluss sein. Denn Kassel ist nicht nur documenta-Stadt, sondern hat auch Gründergeist. Hier entstand vor einigen Monaten die Idee von „Subcup“. Und hier soll eine Erfolgsgeschichte seinen Anfang nehmen.

Bruchsicher, spülbar – und dennoch aus der Natur

Das Mehrwegbecher-System, arbeitet mit spülbaren Behältern, die aus nachwachsenden Rohstoffen (u.a. Baumharz) hergestellt werden und in unter 180 Tagen biologisch abgebaut werden können. Einzig der Deckel wurde aus Silikon gefertigt, ist aber auch spülbar und vielfach verwendbar, so dass er in der Umweltbilanz herkömmliche Plastikware um Längen schlägt.

Nach Monaten intensiver Untersuchungen und Überlegungen ist der Subcup nun bereit für den ersten Kaffee – zur Markteinführung im August sollen gut 50 Anlaufstellen in Kassel die Becher ihren Kunden anbieten. 7,95 Euro bezahlt der Kunde einmalig für den Becher, jeder weitere Schritt läuft bargeldlos. Das freut vor allem die Kooperationspartner, die dann kein Pfandgeld für Rückläufer, sondern spezielle Holz-Chips (die Subcoins) herausgeben. Der Kunde kann diese dann wieder an einem beliebigen Partner-Shop für einen neuen Subcup einlösen.

Für 7,95 Euro kauft der Kunde einmalig Becher samt Deckel und kann ihn dann in allen Partnershops befüllen lassen oder gegen eine hölzerne Pfandmünze zurückgeben.

 Innovation und Nachhaltigkeit werden bei Subcup groß geschrieben. „Wir produzieren sowohl Becher und Deckel als auch den Coin in Deutschland“, sagen die Gründer. Doch nicht nur die Becher bekommen die Partnershops – eine komplette Logistik-Infrastruktur (im ersten Jahr kostenlos), wird flankierend zur Verfügung gestellt. Denn die ist für ein funktionierendes Pfandsystem unumgänglich. Becher oder Coins müssen bei Überhängen umverteilt werden, eine App wurde zum Finden der Partnershops, entwickelt und nicht zuletzt bietet man für alle Shops ohne Spülmöglichkeit einen bundesweiten Spülservice an.

 „Klar ist, dass ein funktionierendes Pfandsystem nie als Insellösung bestehen kann. Wir streben daher eine bundesweite Verbreitung der Subcups an“, sagt einer der Gründer. Von der Heimatstadt aus sollen die braunen Subcups mit den grünen Deckeln das Bundesgebiet erobern. Weitere Informationen auf www.subcup.de.

Interessierte Kaffee-Shops, die zur Markteinführung dabei sein wollen, können sich unter info@subcup.de an die Becher-Helden wenden.

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