Surfen in der City: Stadt Kassel macht „Fulle Welle e.V“ den Weg zum Bau einer stehenden Welle frei

So ähnlich könnte die stehende Welle aussehen: Fotomontage vom Unterwasserkanal an der Vogtschen Mühle.  

Wenn alles gut läuft, könnte die Welle an einem Seitenarm der Fulda in der Nähe vom Wasserkraftwerk Vogtsche Mühle und dem Restaurant Finkenherd gebaut werden.

Kassel. Stehende Wellen wie der Münchner Eisbach im Englischen Garten sind weltweit bekannt. Sie bringen das Surfen ganzjährig vom Meer in die Stadt und sorgen für Surfabenteuer mitten in der City sowie für Faszination und eine große Anziehungskraft.

Die Mitglieder des Kasseler Vereins „Fulle Welle“ um Marius Klauenberg und Anne Walther setzen sich schon lange dafür ein, dass auch in Kassel eine Flusswelle geschaffen werden kann. Mehrere Spots an der Fulda wurden dafür bereits geprüft und Machbarkeitsstudien erstellt (der EXTRA TIP berichtete). Nun kann der Verein einen großen Erfolg vermelden: "Wenn alles gut läuft, könnte die Welle an einem Seitenarm der Fulda in der Nähe vom Wasserkraftwerk Vogtsche Mühle und dem Restaurant Finkenherd gebaut werden", berichtet der Vereinsvorsitzende Marius Klauenberg. Nun kann weiter geplant werden!

Stadtbaurat Christof Nolda, Anne Walther (2. Vorstandsvorsitzende Fulle Welle e.V.) und Marius Klauenberg (1. Vorsitzender Fulle Welle e.V.)

„Wir freuen uns natürlich riesig, dass der Ort als unbedenklich eingeordnet wurde und die Stadt und das Regierungspräsidium uns fördern.“ Ob die Welle im oberen oder unteren Bereich angesiedelt werden kann und wie das Projekt finanziert werden soll, muss noch geklärt werden Aber der erste Schritt zum künftigen Tourismus-Aushängeschild ist mit dem gefundene Ort getan. In unmittelbarer Nähe zur Uni und fast innenstadtnah gelegen, ist der Standort ideal. „Die Welle wird nicht nur für Surfer befahrbar sein, auch Kanu- und Kajak-Fahrer können sie benutzen“, erklärt Klauenberg. Zur Funktionsweise und zum Konzept der Welle berichtet der Surf-Fan: „Es wird in Kassel nicht so sein, wie am Münchner Eisbach. Die Kasseler Welle kann an- und ausgeschaltet werden und ist nur zu festen Trainingszeiten in Betrieb. Zur Sicherheit wird auch immer ein Rettungsschwimmer vor Ort sein.“

Für Stadtbaurat Christof Nolda ist das Projekt eine Bereicherung: „Für die Vielfalt der Nutzungen an der Fulda und die Attraktivität der Stadt an dieser Stelle wird eine surfbare Flusswelle eine Bereicherung sein. Der favorisierte Standort am Finkenherd bietet, eingebettet in das Fuldakonzept und Entwicklungen im Rahmen der Städtebauförderung, beste Ausgangsbedingungen für eine solche Sport- und Kultureinrichtung. Wir unterstützen gern den nun folgenden komplexen Planungsprozess, in dem auch umwelt- und naturschutz- sowie wasserrechtliche Belange Berücksichtigung finden werden.“

Blick von der Brücke am Finkenherd in Richtung Wasserkraftwerk/Vogtsche Mühle.

Wassersport für Jung und Alt

Die Mitglieder der Fulle Welle wollen mit ihrem Projekt ein individuelles und einmaliges Angebot in Kassel mit Strahlkraft in die Umgebung schaffen und damit den Fluss beleben. Ziel ist es, eine künstliche Flusswelle zum Surfen für Jung und Alt auf der Fulda zu realisieren. Der Verein bietet weiter aber auch zahlreiche Wassersportaktivitäten wie Stand Up Paddling an. Weitere Infos unter www.surfen-kassel.de oder bei Facebook „Fulle Welle“.

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