100 Tage documenta: Polizei zieht positive Bilanz

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Zum Ende der documenta, einer der bedeutendsten und weltweit am meisten beachteten Ausstellungen zeitgenössischer Kunst, zieht das Polizeipräsidium Nordhessen eine positive Bilanz.

Insgesamt über 800 Mal wandten sich Besucher der Veranstaltung, aber auch Bürger an die Beamten und baten um Hilfe.

Kassel. Zum Ende der documenta, einer der bedeutendsten und weltweit am meisten beachteten Ausstellungen zeitgenössischer Kunst, zieht das Polizeipräsidium Nordhessen eine positive Bilanz.

Sowohl die mit der Veranstaltung einhergehenden besonderen Einsätze, sei es zur offiziellen Eröffnung am Samstag, dem 10. Juni, zu der der Bundespräsidenten Dr. Frank-Walter Steinmeier anwesend war oder demonstrative Aktionen, die allesamt friedlich abliefen, als auch der tägliche Dienst in der über die gesamten Zeit am Friedrichsplatz vorgehaltenen Documenta-Wache verlief aus polizeilicher Sicht unproblematisch.

Die polizeilichen Sicherheitskonzepte, die sich bereits bei den letzten beiden Kunstausstellungen in den Jahren 2007 und 2012 bewährten und die der aktuellen Sicherheitslage angepasst wurden, sind auch in diesem Jahr wieder aufgegangen. Insbesondere die Arbeit in der Documenta-Wache spiegelt das wider. In den letzten 100 Tagen sind trotz der hohen Besucherzahlen keine Straftatenserien bekannt geworden. Weder bei Taschendiebstählen noch bei Autoaufbrüchen, die bei vergleichbar großen Veranstaltungen immer wieder Thema sind, konnten keine Auffälligkeiten festgestellt werden.

Die Beamten der Documenta-Wache haben rund 70 Strafanzeigen gefertigt. Das sind weniger als bei den vorangegangenen Kunstausstellungen. Den Großteil bilden knapp 20 Taschendiebstähle und zehn Betrugsdelikte. Im einstelligen Bereich bewegen sich beispielsweise die Delikte Körperverletzungen, Beleidigungen, Fahrraddiebstähle, Autoaufbrüche und Sachbeschädigungen. Den Schwerpunkt der Arbeit der Beamten in der Wache bildete jedoch der Bereich der Hilfeleistungen. Insgesamt über 800 Mal wandten sich Besucher der Veranstaltung, aber auch Bürger an die Beamten und baten um Hilfe. Darunter fallen beispielsweise abgegebene Fundsachen, die den Verlierern wieder ausgehändigt werden konnten, und auch Auskünfte über Standorte, die den Besucher in Kassel zurecht finden ließen. Die Beamten fassten aber auch an, wenn es galt, einer Mutter beim Verladen des Kinderwagens oder einem Rollstuhlfahrer beim Hochfahren der benachbarten Toilettenrampe zu helfen. Besonders erfreulich verlief die Fahndung nach einem 3 Jahre alten Jungen, der am 6. September seinen Eltern am Königsplatz ausgebüxt und einer Funkstreife der Documenta-Wache rund 200 Meter weiter an der Treppenstraße in die Arme gelaufen war. Ein schneller Fahndungserfolg, der auch unter die Rubrik Hilfeleistung fiel, auch wenn es sich nicht um Besucher der documenta handelte.

Am Ende zeigt sich die Kasseler Polizei zufrieden mit dem Verlauf der documenta 14 und wird in fünf Jahren bei einer ähnlichen Sicherheitslage wohl wieder mit diesen Konzepten und einer Documenta-Wache für die Bevölkerung da sein.

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