PAUL hilft in der Ukraine

Wasserfilter PAUL in der Ukraine
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Tragbarer Wasserfilter aus Kassel bereits an über 100 Orten im Kriegsgebiet im Einsatz

Kassel. Erfunden wurde er am Fachbereich Siedlungswasserwirtschaft der Universität Kassel von Prof. Dr. Frechen, mittlerweile sind mehr als 1.000 PAULs weltweit erfolgreich im Einsatz, z. B. in Nepal, nach dem großen Erdbeben, in Haiti, als die Cholera aufgrund von Trinkwassermangel ausbrach, auf den Philippinen, nach dem Taifun oder in Pakistan, nach der großen Flut. Und ganz aktuell jetzt auch im Kriegsgebiet in der Ukraine.

„Unser PAUL ist ein tragbarer Wasserfilter, die Abkürzung steht für: Portable Aqua Unit for Lifesaving“, erläutert Professor Franz-Bernd Frechen. Das Gerät filtert mit Hilfe eines Nano-Mebranfilters Krankheitserreger aus dem Wasser, macht es trinkbar und bietet einen wirksamen Schutz gegen Cholera, Typhus und weitere Infektionskrankheiten. Gefahren, die auch in der Ukraine drohen, wo vielerorts die Wasserversorgung zusammen gebrochen ist oder das Trinkwasser aufgrund der Kriegsschäden verunreinigt wurde.

Bereits kurz nach Kriegsbeginn erkundeten Professor Frechen und die beiden nordhessischen Landwirte Otmar Rudert und Günter Rüddenklau, die da schon mehrere Lebensmitteltransporte an die ukrainische Grenze organisiert hatten, Möglichkeiten, auch PAULs dorthin zu transportieren. Der Erfinder war von mehreren Seiten angesprochen worden, die eine derartige Aktion sponsern wollten. Über die Kontaktpersonen der Landwirte, Anton aus Zhytomir und Dietrich Treis gelangten so zehn PAULs – gestiftet vom Dortmunder Wilo-Konzern, einem der weltweit führenden Hersteller von Pumpen und Pumpensystemen - in die Ukraine und wurden dort an Gemeindeverwaltungen und Feuerwehren übergeben. Mittlerweile organisiert Wilo den Transport über eigene Niederlassungen und hat inzwischen über 30 der Wasserfilter ins Kriegsgebiet gebracht.

Das Beispiel hat Schule gemacht, „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kasseler Werkstätten, wo PAUL produziert wird, kommen mit der Arbeit kaum hinterher“, berichtet Professor Frechen. Der Rotary Club hat 20 Anlagen gespendet, ebenso wie der Lions Club. 24 Exemplare wurden von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gestiftet und auch viele engagierte Privatpersonen wollen helfen. „Insgesamt haben wir schon weit über 100 PAULs für die Ukraine bereit stellen können“, berichtet Professor Frechen.

Dort werden die Geräte umgehend eingesetzt, ist doch die Bedienung denkbar einfach: Verschmutztes Wasser wird oben eingefüllt, nach einigen Minuten kann das Wasser aus dem Auslasshahn gezapft werden. Das Gerät funktioniert über Jahre zuverlässig ohne Energieverbrauch, Chemikalien oder Zusatzstoffe. Es ist äußerst robust und hat keine beweglichen Teile. Als Handbuch gibt es einfache Piktogramme, geeignet auch für Fremdsprachler oder Analphabeten. Ein PAUL filtert mindestens 1.200 Liter Wasser am Tag und kann damit bis zu 200 Menschen versorgen. Die Lebensdauer des Filters beträgt bis zu zehn Jahre.
Die Geräte werden in der Ukraine vor allem für die Dauerversorgung in Dörfern, Schulen, Kinderheimen und Hospitälern genutzt.

Rubriklistenbild: © Privat

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