Tramper im Pech: Müllabfuhr entsorgt sein Hab und Gut am A7-Rastplatz

Einen gebrauchten Tag erlebte ein 40 Jahre alter Tramper aus Polen, der derzeit durch Europa reist und gestern am Rastplatz Hasselberg-West eine neue Fahrgelegenheit suchte.

Kassel. Während er mit einem LKW-Fahrer die Mitnahme verhandelte, entsorgte ein Müll-Team seinen im Bereich der Mülltonnen abgestellten und kurz aus den Augen gelassenen Tramper-Rucksack. Als er auf die Situation aufmerksam wurde, war es schon zu spät. Der Rucksack mit sämtlichen Hab und Gut des 40-Jährigen war im Schlund des Müllwagens verschwunden.

Nach ersten Verhandlungen, wurde dem Polen in Aussicht gestellt, am Firmensitz in Vellmar (Landkreis Kassel) beim Entladen dabei sein zu dürfen, um wieder in den Besitz seines Rucksacks zu gelangen. Völlig verzweifelt wandte sich der Pole an die Polizei.

Beamte der Polizeiautobahnstation Baunatal nahmen sich anschließend des Falles auf dem Rasthof an. Nur der Gutmütigkeit der drei Arbeiter des Vellmarer Müllentsorgungsunternehmens war es zu verdanken, dass sie einen Teil der Ladung wieder auf dem Rastplatz abluden. Tatsächlich kam der Rucksack, leider nicht mehr im Ganzen, zum Vorschein. Auch einige Kleidungsstücke konnte der 40-Jährige retten, wenn auch verschlissen und verschmutzt. Der überwiegende Teil seines Hab und Guts blieb jedoch im Müllwagen zurück und wird frühestens am Montag bei der Leerung freigegeben werden.

Ob der 40-Jährige, der in Richtung Süden unterwegs war, seine Europatour fortsetzte, ist unklar.

Rubriklistenbild: © dpa

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