Transporter mit geklautem Erdkabel und berauschtem Fahrer gestoppt

Auf der Leipziger Straße wurde in Höhe des Ölmühlenwegs ein weißer VW Transporter angehalten. Der Fahrer hatte Kokain konsumiert und transportierte ein geklautes Erdkabel.

Kassel.  In der Nacht zum Sonntag stoppte eine Zivilstreife der Polizei in Kassel-Bettenhausen einen Kleintransporter. Der Fahrer des Wagens geriet während der anschließenden Kontrolle in den Verdacht, Drogen konsumiert zu haben und nicht mehr fahrtauglich zu sein. Zudem fanden die Beamten im Laderaum des Fahrzeugs ein etwa 15 Meter langes Erdkabel, das augenscheinlich frisch durchtrennt worden war. Da die drei Fahrzeuginsassen die Herkunft dieses Kabels nicht glaubhaft erklären konnten, vermuten die Beamten, dass es sich dabei um Diebesgut handelt und suchen nun einen möglichen Tatort.

Die Zivilstreife hatte den weißen VW Transporter mit Kasseler Kennzeichen gegen 2 Uhr auf der Leipziger Straße in Höhe des Ölmühlenwegs angehalten. Ein Drogentest bei dem 29-jährigen Fahrer aus Bulgarien bestätigte den bei seiner Überprüfung gewonnen Eindruck einer Drogenberauschung und schlug auf Kokain in seinem Urin an. Er musste die Beamten anschließend zur Blutentnahme mit zur Dienststelle begleiten.

Wegen des auf der Ladefläche aufgefundenen vieradrigen Erdkabels, an dessen Ummantelung sich noch Schmutzspuren von feuchtem Erdboden fanden, brachte eine Streife auch die beiden anderen Fahrzeuginsassen, zwei 24 und 27 Jahre alte Männer aus Bulgarien, von denen einer in Kassel wohnt, auf die Dienststelle. Bei den weiteren Ermittlungen zur Herkunft der in Frage stehenden Ladung gerieten alle Drei zunehmend in den Verdacht, dass es sich bei dem Kabel um Beute aus einem kürzlich begangenen Diebstahl handelt, weshalb ein entsprechendes Verfahren gegen die Männer eingeleitet wurde. Nach Abschluss der erforderlichen polizeilichen Maßnahmen wurden alle wieder auf freien Fuß gesetzt.

Wegen des Verdachts des Diebstahls bitten die Ermittler Zeugen, die Angaben zu einem mutmaßlichen Erdkabel-Diebstahl in der Nacht zum Sonntag oder dem möglichen Tatort machen können, sich unter Tel. 0561 - 9100 bei der Kasseler Polizei zu melden.

Rubriklistenbild: © dpa

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