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Traum von Österreichischen Skischule erfüllt: Sebastian Schröder aus Helsa hat schon Mitglieder vom Bundesheer ausgebildet

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Von: Ulf Schaumlöffel

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In seiner Babubu: Sebastian Schröder
In seiner Babubu: Sebastian Schröder © Foto: Schaumlöffel

Er ist bekannt, wie ein bunter Hund.

Helsa Dieser Mann und sein VW-Bulli fallen auf. Denn sowohl der VW Bus T1 aus 1964 und dessen Fahrer, der staatlich geprüfte Skilehrer und Skiführer Sebastian Schröder haben einen einzigartigen Look, der sofort heraussticht.

So schmunzelten im Sommer wieder viele Leute, wenn Sebastian Schröder, der nur Basti genannt wird, mit seinem T1 mit den offenen Front-Ausstellfenstern durch die Stadt fuhr und sich die Luft direkt ins Gesicht wehen ließ – bis die Matte fliegt.

Mit der Matte ist aber nicht die Fußmatte im Bulli gemeint, sondern die Haarpracht des leidenschaftlichen Schraubers und Wintersport-Experten. Die gleicht dem ehemaligen kolumbianischen Fußballstar Carlos Valderrama.

Sebastian Schröder fährt schon seit seiner Kindheit Ski
Sebastian Schröder fährt schon seit seiner Kindheit Ski © Foto: Privat

In der Region ist Basti bekannt wie ein bunter Hund. In der Kasseler Skaterszene hat er sich beispielsweise vor vielen Jahren einen Namen gemacht (und hat es noch heute drauf!). Schröder hat einen besonderen Style, den er selbst als „wyld“ und retro bezeichnet.

Während er im Sommer am liebsten in seiner „Babubu“ „Abkürzung für Bastis Bus Bude) schraubt, ist er die Wintersasion als Skilehrer und Skiführer unterwegs.

Aus seiner Lebensart heraus ist sein Label „Schröderindusties“ entstanden. „Das steht dafür, was ich im Sommer mache: Schrauben!“ Im Winter bin ich dann als ,Schneezigeuner‘ Skifahren.“

So kennt man ihn im Sommer: Sebastian Schröder mit seinem VW Bus aus 1964.
So kennt man ihn im Sommer: Sebastian Schröder mit seinem VW Bus aus 1964. © Foto: Schaumlöffel

Nachdem er im Sommer wieder für die documenta gearbeitete hat (Der EXTRA TIP berichtete) hat der Vintage- und Retro-Liebhaber nun seine eigene Skischule in Österreich eröffnet. „Schneesport Schröder“ heißt sie.

„Am letzten Wochenende hat der Helsaer seine Babubu abgeschlossen und sich auf den Weg zum Arlberg (gilt als Wiege des Skisports und bietet optimale Bedingungen für Freeride) gemacht. Dort bietet Basti, der u.a. schon Mitglieder vom österreichischen Bundesheer ausgebildet hat, Interessierten Ski- und Snowboardkurse – auch abseits der einschlägig bekannten Pisten. „Wer bei mir lernt, hat auch Spaß dabei“ verspricht Schröder.

Der 42-jährige selbst genoß eine Ausbildung in St. Christoph, wo auch die österreichische staatliche Skilehrer-Ausbildung stattfindet. Umtriebig wie der Nordhesse ist, baut er zusätzlich zu seiner Skischule noch ein weiteres Label auf: „Crazy Skitours“ heißt es. Mit dabei sind noch weitere Freunde von ihm. Unter gleichnamigen Hashtag kann man bei Instagram schon einiges vom Skitours-Lifestyle sehen. „Demnächst wird da noch mehr kommen, bleibt gespannt.“

Bis April wird der Wintersportfan erst mal am Arlberg verweilen. Und danach bestimmt wieder seine Matte bei einer Bus-Fahrt durch Kassel wehen lassen.

Zur Person: Sebastian Schröder kommt aus Helsa und hat in seinem Leben schon viel gemacht: U.a . organisierte er die deutschen Nachwuchsmeisterschaften im Skateboarding, arbeitete als Surflehrer und für die documenta. Er isolierte aber auch schon Panzer und baute Streetfoodstände auf.

Im Winter war er bereits als staatlich geprüfter Skilehrer u.a. für die Bundessport-Akademie am Arlberg und beim Stanglwirt am Wilden Kaiser tätig. Nach der Ausbildung zum staatlich geprüftem Skilehrer folgte der Schritt in die Selbständigkeit mit seiner eigenen Skischule „Schneesport Schröder“. Seine Homepage ist derzeit noch im Aufbau. Basti ist bei Instagram zu finden unter @schroderindustries

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