Über 2000 demonstrierten für "buntes Kassel"

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Sie trafen sich am Halit-Platz, marschierten durch die Stadt und übertönten die Reden der "Kagida"-Teilnehmer mit "Nazis raus!"-Rufen.

Kassel. Das "Bündnis gegen Rechts", unterstützt von zahlreichen Initiativen und Institutionen wie dem DGB oder der evangelischen Kirche, hatte zu Kundgebung und demonstration an den Halit-Platz geladen. Dort sammelten sich am Montagnachmittag gut 2000 Menschen, um ihre Vorstellung eines "bunten Kassels" zu untermauern. Gemeinsam marschierten die Teilnehmer über Holländische- und Rudolph-Schwander-Straße Richtung Scheidemannplatz. Den hatte die Polizei vorsorglich komplett abgeriegelt, da auch die "Kagida" ihren montäglichen "Spaziergang" dort abhält. Die "Kasseler gegen Islamisierung des Abendlandes" zählten etwa 200 Teilnehmer.  Am Rande der Veranstaltung kam es zu einer Schlägerei, die aber schnell von den Polizeikräften unterbunden wurde.

Das "Bündnis gegen Rechts" zu Ziel der Demonstration: "In unserer Stadt leben gut zweihunderttausend Menschen. Die einen sind hier geboren, die anderen im Lauf ihres Lebens hergezogen. Wieder andere haben Krieg, Not und Elend in unsere Stadt verschlagen. Die Menschen unserer Stadt kommen aus Nordhessen, aus allen anderen Teilen Deutschlands und der Welt, sie haben unterschiedliche Interessen, Weltbilder, Träume, Lebensplanungen und Vorstellungen vom Leben, Partnerschaft und Familie, sie sind konfessionslos, christlich, muslimisch, jüdisch u.a.. Sie sind jung und alt, sie sind alle Menschen.

Wir stehen für eine bunte Stadt, in der jede und jeder ein freier Mensch ist, der sein Leben leben kann, ohne dabei andere in ihrer Freiheit zu beschränken. Damit so ein Kassel jeden Tag Realität sein kann, müssen wir ohne Vorbehalte und Ängste aufeinander zugehen, miteinander reden, einander zuhören und gemeinsam nach Lösungen suchen. Deshalb dulden wir keinen Rassismus und wollen auch "KAGIDA" nicht in Kassel. Denn es ist der Versuch extremer Rechter und Nationalist_innen, wie in Dresden viele Menschen auf die Straßen zu bringen, indem Ängste geschürt und Fremdenfeindlichkeit verbreitet werden. Neonazis schließen sich dem an und nutzen diese Gelegenheit, um mit ihren Parolen durch Kassel zu marschieren".

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