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Über Messenger-Dienste: Betrüger ergaunern mehrere tausend Euro

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Von: Karsten Knödl

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WhatsApp
Die Opfer überwiesen das Geld in dem Glauben, Rechnungen für ihre Angehörigen zu bezahlen. © Archiv

Die Täter gaben sich als Sohn oder Tochter mit neuer Handynummer aus

Stadt und Landkreis Kassel Betrüger haben in den vergangenen Tagen mehrere Opfer um einige tausend Euro gebracht, über den Messenger-Dienst „WhatsApp“ meldeten sich die Täter. Wie üblich bei dieser Betrugsmasche, hatten die Betrogenen zunächst eine Nachricht von einer unbekannten Nummer erhalten.

Die Täter gaben sich als Sohn oder Tochter mit neuer Handynummer aus und gaben vor, sich in einer finanziellen Notlage zu befinden, aber wegen des neuen Handys noch keine Online-Überweisung tätigen zu können. Die Opfer überwiesen das Geld in dem Glauben, Rechnungen für ihre Angehörigen zu bezahlen. In Kassel verlor eine hilfsbereite Mutter, die zwei Überweisungen tätigte, über 2.500 Euro an Betrüger. Bei einer erneuten Zahlungsaufforderung wurde sie misstrauisch, erkannte den Betrug und zeigte den Vorfall an. Bereits am Sonntag gelang es den Tätern 8.500 Euro bei einem hilfsbereiten Mann in Vellmar zu ergaunern.

Die Polizei in Nordhessen möchte diese Fälle zum Anlass nehmen, erneut auf die Betrugsmasche via WhatsApp hinzuweisen und davor zu warnen.

Mit folgenden Tipps können Sie sich vor dieser Art des Betrugs schützen:

  - Seien Sie grundsätzlich misstrauisch gegenüber Geldforderungen, egal ob per Post, E-Mail, Telefon oder Messenger-Dienst.

  - Rufen Sie die Person unter der Ihnen bekannten Nummer an oder vergewissern Sie sich persönlich, ob die Nachricht tatsächlich von Ihr stammt.

  - Wenn Sie von einer (vermeintlich) bekannten Person unter einer unbekannten Nummer kontaktiert werden, speichern Sie die Nummer nicht automatisch ab.

  - Lassen Sie sich in keinem Fall unter Druck setzen und zu einer vorschnellen Überweisung verleiten.

  - Informieren Sie Ihre Angehörigen über diese Betrugsmasche und treffen Sie Absprachen.

  - Falls Sie Opfer geworden sind: Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei und informieren Sie umgehend Ihre Bank, um Zahlungen eventuell zu stoppen oder rückgängig zu machen.

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