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Ukraine-Helfer bitten: Kasseler, lasst nicht nach - Spendenbereitschaft lässt nach

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Von: Ulf Schaumlöffel

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Helfen ehrenamtlich: Sandra Mijatovis und Pilar Butte vom Netzwerk Jägerkaserne.
Helfen ehrenamtlich: Sandra Mijatovis und Pilar Butte vom Netzwerk Jägerkaserne. © Foto: Schaumlöffel

Kassel Drei Monate nach dem Beginn des Ukraine Krieg beklagen Kasseler Flüchtlingshelfer eine nachlassende Spendenbereitschaft.

„Anfangs war der Zulauf wirklich groß, doch seit einigen Tagen merken wir einen merklichen Rückgang bei Sachspenden“, berichtet Pilar Butte vom Netzwerk Jägerkaserne.

Jeden Mittwoch von 18 bis 20 Uhr und Samstag von 15 bis 18 Uhr verteilen die Ehrenamtlichen (Freiwillige aus Südstadt und Wehlheiden) Spenden aus einem Seecontainer heraus an Ukarine-Flüchtlinge.

Warteschlange: Viele Flchtlinge stehen schon lange an, bevor der Container öffnet. Eine Dolmetscherin ist jedes Mal dabei und fragt, was benötigt wird.
Warteschlange: Viele Flchtlinge stehen schon lange an, bevor der Container öffnet. Eine Dolmetscherin ist jedes Mal dabei und fragt, was benötigt wird. © Foto: Schaumlöffel

„Bei den Frauen sind besonders Küchenreiben begehrt. Die sind immer gleich sofort weg.“ Dass die Flüchtlinge auf Sachspenden angewiesen sind, merkt man an der langen Warteschlange, die sich schon vor Öffnung des Containers bildet. „Einige kommen schon eine Stunde vorher, damit sie ganz vorne stehen.“

Die Ehrenamtlichen freuen sich darüber, dass sie für ihre Aktion einen Container bekommen konnten. „Den Kontakt hat uns Madlen Freudenberg von der neuen Denkerei hergestellt. Das war super“, so Sandra Mijatovic.

„Eigentlich bräuchten wir noch einen zweiten. Denn wir würden unsere Annahmestelle, die derzeit bei mybox ist, auch gern hier auf den Hof der Jägerkaserne verlegen. Dann bräuchten wir nicht immer mit unseren Privatautos hin und her fahren.“

Sortiert: Die Spenden werden direkt vom Seecontainer herausgegeben.
Sortiert: Die Spenden werden direkt vom Seecontainer herausgegeben. © Foto: Schaumlöffel

Seit acht Wochen gibt es die Aktion im Ex-Kasernenhof. Mit dabei ist jedes Mal auch eine Übersetzerin. „Ohne sie geht es nicht.“

Mijatovic und Butte würden sich freuen, wenn wieder mehr Sachspenden kämen: „ Besonders benötigt werden Haushaltsgegenstände, Sachen für Kinder (Spielzeug, kleine Fahrräder aber auch Malhefte usw) und Drogerieartikel.

Interessierte können sich per e-mail wenden an: Jaegerkasernenetzwerk@gmx.de

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