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Julius Kühn fällt wochenlang aus

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Julius Kühn
Pech für Julius Kühn und die MT: Der Rückraumspieler zog sich im Spiel bei den Rhein-Neckar Löwen einen Bruch des linken Innenknöchels zu.  © Alibek Käsler

MT Melsungen: Rückraumshooter erleidet Knöchelbruch

Handball Als hätte die völlig unerwartete deftige Niederlage zum Saisonauftakt bei den Rhein-Neckar Löwen den Verantwortlichen von Handball-Bundesligist MT Melsungen nicht schon genug Kopfzerbrechen bereitet, müssen sie sich nun auch noch wegen des Ausfalls von Julius Kühn Sorgen machen. Der Rückraumspieler zog sich kurz vor Spielende einen Knöchelbruch zu und fällt wohl zwei bis drei Monate lang aus.

Die betreffende Szene, die sich gut fünf Minuten vor Spielende ereignete, war zunächst unverdächtig. Denn das eigentlich Malheur hatte Julius Kühn schon kurz zuvor bei einem Gegnerkontakt ereilt. „Ich bin dann vom Spielfeld gehumpelt und habe gleich gespürt, dass im Knöchel etwas kaputt sein muss“, so der Rückraumspieler.

Das bestätigte nach der Rückkehr aus Mannheim dann MT-Mannschaftsarzt Dr. Gerd Rauch nach genauerer Untersuchung: „Julius hat sich einen Bruch des linken Innenknöchels zugezogen. Die Behandlung kann konservativ oder operativ erfolgen. Die Entscheidung darüber treffen wir nach sorgfältiger Abwägung und gemeinsam mit dem Spieler. Zumindest ist derzeit von einer etwa zehnwöchigen Wettkampfpause auszugehen“, erklärt der Melsunger Orthopäde.

„Verletzungen kommen natürlich immer ungelegen. Nach einem solch enttäuschenden Ergebnis wie am Samstag gegen die Rhein-Neckar Löwen trifft uns der Ausfall von Julius jetzt absolut zu Unzeit. Julius bildet ja bislang mit André Gomes die etatmäßige Besetzung der linken Rückraumposition. Als Alternative stehen nun noch die beiden Regisseure Agustin Casado und Aidenas Malasinskas zur Verfügung, da die ebenfalls noch in Frage kommenden Elvar Örn Jonsson und Domagoj Pavlovic nach wie vor rekonvaleszent sind. Aber ich bin sicher, dass unser Trainer dafür bis zum Donnerstag die passenden Lösungen finden wird“, blickt Sportdirektor Michael Allendorf auf den bevorstehenden Heimauftritt.

Der nächste Gegner kommt mit breiter Brust: Hamburg sorgte gegen Flensburg für viel Beachtung

Gegner bei der Saisonpremiere vor den eigenen Fans in der Kasseler Rothenbach-Halle ist der HSV Hamburg. Anwurf ist am Donnerstag um 19.05 Uhr, es gibt noch Tickets in allen Kategorien im Vorverkauf. Das MT-Team will dann ein anderes Gesicht als gegen die Rhein-Neckar Löwen zeigen und möglichst an die guten Leistungen aus der Saisonvorbereitung anknüpfen.

Hamburg hat am letzten Wochenende im Nordduell gegen die SG Flensburg-Handewitt für reichlich Staunen gesorgt als es den haushohen Favoriten am Rand einer Niederlage hatte. Johannes Golla rettete ganze vier Sekunden vor Schluss mit seinem Tor zum 31:30 überglücklich beide Punkte für seine SG.

„Keine Frage, der HSV wird mit breiter Brust anreisen, während wir das Spiel in Mannheim schnell aus den Köpfen bekommen müssen“, so Michael Allendorf. „Dabei bin ich sicher, dass uns das gelingen wird. Schon am Montag haben wir nach eingehendem Videostudium die Knackpunkte angesprochen und seit heute ist der Fokus ausschließlich auf Hamburg gerichtet. Nun aber leider ohne Julius Kühn.“

Welche Gefahren die Duelle mit den Hanseaten für die MT bergen, zeigt übrigens ein Blick auf die Statistik: Von den bislang 23 Vergleichen gingen gerademal drei zugunsten der Nordhessen aus.

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