Umfrage beginnt: Wie sicher fühlen sich die Menschen in Kassel?

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Razzia am Stern und in der Jägerstraße: Regelmäßig kontrolliert die Polizei soll den Bereich und will damit die Drogenkriminalität im Quartier eindämmen.

Ab Montag, 18. November, werden 10.000 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger in der gesamten Stadt Kassel angeschrieben und nach ihrem Sicherheitsempfinden befragt.

Kassel. Wie sicher fühlen sich die Bürgerinnen und Bürger in Kassel? Diese Frage steht im Zentrum einer repräsentativen Bürgerbefragung der Justus-Liebig-Universität Gießen, die im Rahmen der Sicherheitsinitiative KOMPASS stattfindet und am Montag, 18. November, startet.

"Durch die Teilnahme an dem Programm KOMPASS verspricht sich die Stadt Kassel wichtige Erkenntnisse über das Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger vor Ort in ihren Stadtteilen. Die Bürgerbefragung ist dazu ein wichtiges Instrument", erläutern Oberbürgermeister Christian Geselle und Ordnungs- und Sicherheitsdezernent Dirk Stochla. "Je mehr Bürgerinnen und Bürger sich an dieser Befragung beteiligen, umso aussagekräftiger sind die Daten und Erkenntnisse." Justus-Liebig-Universität Gießen erhebt Daten Erhoben werden die Daten vom Lehrstuhl von Prof. Dr. Britta Bannenberg, Professur für Kriminologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Sie begleitet das Sicherheitsprogramm KOMPASS des Landes Hessen wissenschaftlich.

Ab Montag, 18. November, werden 10.000 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger in der gesamten Stadt Kassel angeschrieben und nach ihrem Sicherheitsempfinden befragt. Die zufällig ausgewählten Bürgerinnen und Bürger erhalten per Post einen Brief von der Professur für Kriminologie der Justus-Liebig-Universität Gießen. Darin ist ein Internet-Link angegeben, über den der Fragenkatalog direkt online ausgefüllt werden kann. Wer den Fragebogen lieber schriftlich ausfüllen möchte, kann diesen kostenlos per Rückantwortkarte anfordern. Antworten unter Wahrung der Anonymität Belange des Datenschutzes wurden im Vorfeld bei der Entwicklung der Bürgerbefragung mit dem Hessischen Datenschutzbeauftragten abgeklärt. Die Beantwortung der Fragen erfolgt unter Wahrung der Anonymität. Konkret heißt das, dass die Stadt Kassel weder Kenntnis davon erhält, ob eine angeschriebene Person an der Befragung teilnimmt, noch wer wann zu welchem Zeitpunkt den Fragebogen ausfüllt.

Die zufällig ausgewählten Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, den Fragenkatalog innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt des Anschreibens zu beantworten. Im Anschluss wird die Professur für Kriminologie der Justus-Liebig-Universität die Antworten auswerten. Im weiteren Verlauf des Sicherheitsprogramms KOMPASS werden die Ergebnisse vorgestellt. Sie werden sich nicht allein auf die Stadt insgesamt, sondern auch auf einzelne Stadtteile beziehen. Zum Auftakt von KOMPASS haben Vertreter von Stadt Kassel und Polizeipräsidium Nordhessen in vier Regionalkonferenzen Mitte Oktober und Anfang November mit Bürgerinnen und Bürgern über das Thema Sicherheit gesprochen. Darauf aufbauend werden unter Einbeziehung der Ergebnisse der Bürgerbefragung passgenaue Präventionsmaßnahmen im Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern erarbeitet, die in ein Sicherheitskonzept einfließen.

Hintergrund: Sicherheitsinitiative KOMPASS Die Sicherheitsinitiative KOMPASS (KOMunalProgrAmmSicherheitsSiegel) ist ein Angebot des Hessischen Innenministeriums an die Städte und Gemeinden. Das Programm KOMPASS wurde in 2017 in vier hessischen Modellkommunen gestartet und Mitte 2018 landesweit eingeführt. Ziel von KOMPASS ist es, die Sicherheitsarchitektur in den hessischen Kommunen individuell anzupassen und weiterzuentwickeln. Gemeinsam mit dem Polizeipräsidium Nordhessen und den Bürgerinnen und Bürgern wird die Stadt Kassel die spezifischen Kasseler Sicherheitsbedürfnisse erheben. Hierzu wird im November 2019 auch eine Bürgerbefragung stattfinden. Die Stadt Kassel ist die 54. Kommune, die am Sicherheitsprogramm KOMPASS teilnimmt.

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