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„unMÖGLICH? Die Magie der Wünsche“: Neue Ausstellung in der Grimmwelt

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Die Einbeziehung des Publikums ist ein zentrales Element des Ausstellungsparcours: Mit interaktiven Stationen wie einem Wunschbrunnen und einem Märchen-Quiz von Jim Avignon lädt die Ausstellung die Besuchern zur aktiven Beteiligung ein.
Die Einbeziehung des Publikums ist ein zentrales Element des Ausstellungsparcours: Mit interaktiven Stationen wie einem Wunschbrunnen und einem Märchen-Quiz von Jim Avignon lädt die Ausstellung die Besuchern zur aktiven Beteiligung ein. © Fischers Fritz

Heute startet in der Grimmwelt eine neue, interaktive Sonderausstellung – zu sehen bis 11. Juni 2023

Kassel „unMÖGLICH? Die Magie der Wünsche“, so heißt die neue neue, interaktive Sonderausstellung, die am Donnerstag in der Kasseler Grimmwelt eröffnet wurde. Die Besucher erwartet eine Welt der Wünsche – der Utopien, des Wünschens und Verwünschens.

Gegliedert in drei Kapitel „Wunsch | Magie | Utopie“ wird in der Ausstellung die Bedeutung des Wünschens in Alltag, Märchen und zeitgenössischer Kunst untersucht. Die Vorstellungskraft und die Selbstverständlichkeit des Unmöglichen im Märchen, aber auch die persönlichen Wünsche und der Umgang mit ihnen sind Themen der Ausstellung. Ausgehend von den „Kinder- und Hausmärchen“ der Brüder Grimm wird anhand von künstlerischen Arbeiten, Interviews und Installationen gezeigt, welche Wirkung der Prozess des Wünschens haben kann – auf das Individuum und auf die Gesellschaft.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Werke zeitgenössischer Künstler: der „Balloon Tree“ des koreanischen Künstlers MyeongBeom Kim, eine Wandmalerei des Berliner Künstlers Jim Avignon, die autobiographische Arbeit der Künstlerin Jenny Rova und die Illustrationen zu den Grimm’schen Kinder- und Hausmärchen des Berliner Künstlers Henrik Schrat sind als Beispiele zu nennen.

Wie wirkt der Wunsch auf der Alltagsebene in unsere täglichen Abläufe hinein? Dazu kommen Experten aus unterschiedlichen Disziplinen in kurzen Videointerviews zu Wort, die das Phänomen des Wunsches aus ihrer jeweiligen Perspektive beleuchten. „Von den individuellen Wünschen, die uns aus dem Alltag hinauskatapultieren können, spannen wir in der Ausstellung den Bogen bis hin zu den gesellschaftlichen Wünschen und Utopien. In beiden genannten Bereichen kann der Wunsch uns helfen, sprichwörtlich Berge zu versetzen – diesen hoffnungsvollen Moment wollen wir in der Ausstellung sichtbar machen“, erklärt Jan Sauerwald, Geschäftsführer und Programmleiter der Grimmwelt Kassel.

„In den ‚Kinder- und Hausmärchen‘ der Grimms wird die Wunscherfüllung zur Wunschmaschine. Damit wird ein Thema aufgegriffen, das auch noch heute in der Literatur – insbesondere im Kinder- und Jugendbuch – eine gewichtige Rolle spielt. Dies lässt sich an zahlreichen Beispielen nachvollziehen: das Sams von Paul Maar ist eine meiner Lieblingsfiguren aus diesem Feld und zeigt, welche anarchische Kraft im Thema der Wunscherfüllung steckt und dass es durchaus lohnenswert sein kann, durch seine Wünsche aus dem Alltag auszubrechen.“

Die Einbeziehung des Publikums ist ein zentrales Element des Ausstellungsparcours: mit interaktiven Stationen wie einem Wunschbrunnen und einem Märchen-Quiz von Jim Avignon lädt die Ausstellung die Besucher zur aktiven Beteiligung ein. Auch das Kasseler Studio Raamwerk e. V. beschäftigt sich in einer für die Grimmwelt geschaffenen Version der Arbeit „Raathaus – Was macht eine Stadt schön?“ mit der Frage nach gesellschaftlichen Vorstellungen von einer zukünftigen Lebenswelt und befragt die Besucher dazu.

Die Ausstellung ist bis 11. Juni 2023 zu sehen.

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