Unzulässig: KVG muss Fußgängerweg über Wilhelmshöher Allee wieder beseitigen

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Nachdem die KVG für den Überweg in Höhe der Ulmenstraße doch keine Genehmigung bekam, wurde die Aufstellfläche zwischen Fahrbahn und Gleisen wieder mit Holzspänen bedeckt und die Heckenreihe verlängert.

Erst kürzlich wurde auf der Wilhelmshöher Allee in Höhe der Ulmenstraße eine Fußgängerquerung asphaltiert. Nun musste die KVG den Weg wieder beseitigen.

Kassel. Erst ein Trampelpfad, dann ein asphaltierter Überweg und jetzt wieder zurück zum Trampelpfad? Aufgrund einer ausbleibenden Genehmigung durch die Technische Aufsichtsbehörde (TAB) muss die KVG die erst kürzlich angelegte Querungsstelle für Fußgänger über die Wilhelmshöher Allee in Höhe der Einmündung Ulmenstraße nun wieder zurückbauen. Das im Rahmen der Umgestaltung der Allee angebrachte Pflaster, das eine sichere Überquerung der Straße für Fußgänger ermöglichen sollte, wird nun schrittweise wieder entfernt und die flankierenden Hainbuchenhecken erweitert.

„Sowohl die Hecken, als auch die Bordsteine, die die Bahnschienentrassen klar von der Fahrbahn abtrennen, signalisieren, dass das Überqueren der Gleise an dieser Stelle verboten ist. So ist es ab sofort auch an der Ulmenstraße wieder“, erklärt Heidi Hamdad, Sprecherin der KVG. Grund für die Nicht-Genehmigung durch die TAB ist die an der Stelle zu schmale Aufstellfläche für Fußgänger zwischen dem Bahnkörper und der Autofahrbahn der Wilhelmshöher Allee. Statt geforderter 2,50 Meter ist diese hier nur 1,70 Meter breit.

Dass die Querung dennoch geschaffen wurde, liegt an der Entscheidung der KVG, den Bau des Überweges auch ohne Genehmigung der TAB vorzunehmen. Der 8,50 Meter lange und 4 Meter breite Bereich wurde asphaltiert „weil es sich hier seit vielen Jahren um eine zwar illegale, faktisch jedoch funktionierende und vielfach genutzte Querung der Wilhelmshöher Allee handelt“, so die Erklärung der KVG. Der nächstgelegene offizielle Überweg lege etwa 70 Meter entfernt.

Man sei außerdem fest davon ausgegangen, die notwendige Genehmigung von der TAB zu erhalten, da vergleichbare Stellen an der Wilhelmshöher Allee, wie beispielsweise in Höhe der Sophienstraße, bereits für den Bau von asphaltierten Fußgängerquerungen genehmigt worden seien. Nach längeren Diskussionen zwischen der KVG und der Behörde und einem Ortstermin hatte die TAB die Genehmigung für den Überweg aufgrund des Platzmangels jedoch nicht erteilt. „Das bedauern wir sehr, haben aber keinen Handlungsspielraum“, so Hamdad.

So wird nach teuren Rückbaumaßnahmen aus dem befestigten Weg womöglich wieder der illegale Trampelpfad, der er einmal war. Jedoch aufgepasst: „Das Betreten von besonderen Bahnkörpern außerhalb gekennzeichneter Stellen ist nach der Bau- und Betriebsordnung Straßenbahn für betriebsfremde Personen untersagt“, heißt es dazu von Seiten der KVG.

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