Vandalen unterwegs: Salzmann-Gelände verkommt immer mehr

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Nicht nur bei Großstadtabenteurern beliebt: Fast jeden Tag entsteht ein neues Schlupfloch, um auf das Gelände zu kommen. 

Auf Anfrage bei der Stadt, wie es denn nun mit dem Gelände weitergehe, teilt Pressesprecher Claas Michaelis mit, dass es demnächst einen Termin mit dem Eigentümer gebe. Dann werde man die Sache besprechen.

Kassel. Für viele Leute ist es nur noch ein Schandfleck, für andere wiederum Großstadtabenteuer pur. Regelmäßig verschaffen sich Unbefugte und Neugierige Zutritt auf das Gelände der Kulturfabrik Salzmann, obwohl es notdürftig mit Bauzäunen gesichert ist. Sei es für Fotoshootings, zur Abfallentsorgung, zum Erkunden – oder neuerdings auch um Brände zu legen! Das Gelände zu betreten ist gefährlich, denn das Areal birgt zig Stolperstellen. Zudem drohen teilabgerissene Gebäudeteile einzustürzen.

Müllhalde: Nicht nur auf dem Gelände, sondern auch rundum wird illegal Unrat wie Altreifen entsorgt.

Zweimal hat es nun auf dem Gelände der ehemaligen Textil- und Kulturfabrik in der Sandershäuser Straße 34 gebrannt Unbekannte hatten dort an mehreren verschiedenen Stellen Unrat in Brand gesetzt. Das Einschreiten der alarmierten Kasseler Feuerwehr verhinderte ein Übergreifen auf Gebäudeteile (der EXTRA TIP berichtete). Das Problem: Immer wieder finden Leute Schlupflöcher, durch die sie auf das Gelände kommen. Im Jahr 2016 bemängelte die Stadt Kassel, dass Dennis Rossing, Eigentümer des Geländes, trotz mehrmaliger Aufforderung keine hinreichende Sicherungsmaßnahmen für das Areal getroffen habe. Schließlich beauftragte die Stadt eine Firma und stellte die Maßnahme Rossing mit 72.000 Euro in Rechnung.

Gespräch mit Rossing

Auf Anfrage bei der Stadt, wie es denn nun mit dem Gelände weitergehe, teilt Pressesprecher Claas Michaelis mit: „Da es sich dabei um ein laufendes Verfahren handelt, kann ich dazu nichts sagen.“ Er berichtete aber weiter, dass im Lauf der Zeit neue Mängel dazugekommen sind. „Demnächst gibt es einen Termin mit dem Eigentümer.“ Dann werde man die ganze Sache besprechen.

Machtlos gegen Einbruch

Und was sagt der Investor dazu? Auf Anfrage teilte eine Sprecherin der Rosco-Gruppe der Brüder Rossing per E-Mail mit: „Das Gelände sowie auch das Gebäude wurde durch uns hinreichend gesichert. Zum Beispiel wurden Türen und Eingänge, soweit möglich, von Innen verriegelt und verschweißt. Allerdings sind wir gegen unbefugtes Betreten unseres Eigentums durch gewaltsames Verschaffen des Zutritts, Einbrüche und Hausfriedensbruch leider machtlos.“

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