Veränderter Medienkonsum: Wie sich die Kinos darauf einstellen

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Der JuMP-Vorstand Janine Diederich (.li.), und Antonia Behrens mit Cineplex Capitol-Kinochef Wolfgang Schäfer.
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Michaela Gundlach mit Ehemann Sascha Gundlach (Neue Formen, Marketingclub Vorsitzender) und Andrea Behrens (Kassel Marketing).
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High Noon Bar-Chef Jürgen Mehnert servierte Fingerfood-Variationen.

Die wachsende Streaming-Branche hat auch Auswirkungen auf Kinos. Wolfgang Schäfer vom Cineplex-Capitol berichtete über neue Konzepte.

Kassel. Abends gemütlich auf der Couch liegen, Netflix oder Amazon anmachen und sich einen Film aussuchen – so geht Kino bei vielen Menschen heute. Das hat natürlich Auswirkungen auf die Kinos. Statistiken zeigen, dass es 2017 nur noch 1.672 Kinospielstätten in Deutschland gab – Tendenz weiter sinkend. Wie sich die Kinos auf den veränderten Medienkonsum und das Freizeitverhalten der Gesellschaft einstellen und sie auch in Zukunft noch ein Ort für gemeinsame Treffen und sozialen Austausch bleiben, berichtete Wolfgang Schäfer, geschäftsführender Gesellschafter des Cineplex-Capitol Kassel den Mitgliedern der Junior Marketing Professionals (JuMP) rund um Janine Diederich und Antonia Behrens vom Marketingclub Nordhessen. Und tischte dabei auch kulinarische Köstlichkeiten aus der kinoeigenen High Noon Bar auf.

Schäfer berichtetet dabei u.a über neue Konzepte. Im Fall der Cineplex Kinos in Kassel werden das neben dem Filmprogramm, Musical- und Opern-Vorführungen vor allem Genre-Events zu speziellen Filmen und E-Sport Veranstaltungen (sportliche Wettkampf zwischen Menschen mit Hilfe von Computerspielen) sein. Weiter will man mit Premium-Luxus punkten. So wird es in Baunatal bald einen reinen Luxus-Saal geben. In Kassel habe man ja erst vor kurzem ein soziales Luxuskino geschaffen (Luxus- und normale Sitze). Es habe sich aber gezeigt, dass gerade die Luxussitze stark gebucht werden. Eine Studie zeige zwar, dass die Streaming-Branche noch weiter wachse, aber deren Nutzer auch gleichzeitig überdurchschnittliche Kinogänger sind.

Weiter berichtete der Kino-Experte: „Es gibt einen verschärften Wettbewerb um das begrenzte Zeitbudget. Viele Leute empfinden eine Zeitknappheit und entdecken, dass eine Serie bei Netflix zeitlich zu sehr einschränkt“, berichtet Schäfer. Beim Vortrag plauderte Schäfer auch aus dem Nähkästchen: Da die meisten Kinobesucher weiblich sind, sei die Kinoausstattung auch mehr auf Frauen abgestimmt. Apropos: Wie wäre es mal wieder mit einem Kinobesuch mit der Freundin/Frau? (usl)

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