Verkehrskontrollen im Kasseler Osten: Autofahrer mit 119 km/h erwartet Fahrverbot

kelle
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44 Fahrzeuge sowie 61 Personen kontrollierten die Polizisten in der Zeit zwischen 18 und 23.30 Uhr

44 Fahrzeuge sowie 61 Personen kontrollierten die Polizisten in der Zeit zwischen 18 und 23.30 Uhr

Kassel. Beamte des Polizeireviers Ost führten am gestrigen Mittwochabend Kontrollen zur Steigerung der Verkehrssicherheit an zwei Stellen im Kasseler Osten durch. Insgesamt 44 Fahrzeuge sowie 61 Personen kontrollierten die Polizisten in der Zeit zwischen 18 und 23.30 Uhr und hatten in 22 Fällen etwas zu beanstanden.

Zunächst hatten die Beamten am frühen Abend eine Kontrollstelle in der Ochshäuser Straße eingerichtet. Dabei legten sie das Hauptaugenmerk auf Fahrer, die nicht angeschnallt waren oder deren Aufmerksamkeit während der Fahrt durch die Nutzung eines Handys eingeschränkt war. Insgesamt 16 Anzeigen wegen Verkehrsordnungswidrigkeiten, davon elf Gurtverstöße und fünf Verstöße wegen Handynutzung, sind das Ergebnis der zweistündigen Kontrolle.

Ab 21.15 Uhr führten die Polizisten Geschwindigkeitskontrollen mit einem Laserhandmessgerät auf der ehemaligen B 83 durch. Dazu überprüften sie in Höhe der Nürnberger Straße das Tempo der stadteinwärts fahrenden Verkehrsteilnehmer.
Insgesamt vier Fahrer hielten sich nicht an die erlaubten 70 km/h. Trauriger Spitzenreiter war der Fahrer eines Audi, bei dem das Lasergerät nach Abzug der Toleranz 119 km/h anzeigte. Er wird wegen seiner rasanten Fahrweise nun voraussichtlich einen Monat ohne Führerschein auskommen müssen. Zudem erwarten ihn ein Bußgeld von 320 Euro und zwei Punkte in Flensburg.

Polizisten helfen Frauen mit Kindern aus der Ukraine

Gegen 23.20 Uhr wurden die Beamten auf zwei auffällig langsam fahrende Autos aufmerksam und hielten sie an. Wie sich herausstellte, saßen am Steuer der Pkw zwei 32 und 35 Jahre alte Frauen, die mit ihren drei Kleinkindern aus der Ukraine geflüchtet und auf dem Weg nach Essen waren. Die erschöpften Frauen erklärten in englischer Sprache, dass sie zum Laden ihrer Elektroautos von der Autobahn abgefahren waren. Daraufhin boten die Polizisten den Frauen und Kindern eine Übernachtung in einer städtischen Sozialunterkunft an und organisierten eine Lademöglichkeit für die Elektrofahrzeuge. Beides nahmen sie dankbar an, sodass sie nach einer Übernachtung in Kassel schließlich am heutigen Morgen ihre Fahrt nach Essen fortsetzen konnten.

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