Zu viel Plastikmüll: Bürgerinitiative verklagt Post wegen eingeschweißter Werbebroschüre

Vor knapp fünf Jahren hatte bereits ein 19-Jähriger der Post knapp 140 000 gesammelte Unterschriften gegen die Plastikfolie übergeben.

Region. Für die Post ist es ein lukrativer Markt, aber für manchen Verbraucher unerwünschte Werbung und vor allem eine Umweltsünde: die eingeschweißte Werbebroschüre "Einkauf aktuell", die der Post zufolge wöchentlich bis zu 20 Millionen Haushalte erreicht.

Nach Angaben der Bürgerinitiative "Letzte Werbung" landen jährlich 33 Kilogramm Werbung in jedem Briefkasten. Und vor allem das Werbeblatt der Post sei für große Mengen Plastikmüll  verantwortlich - pro Jahr etwa rund eine Milliarde Plastikverpackungen. Nun bereitet die Initiative Klagen gegen den Dax-Konzern vor.

Dabei argumentiert Letzte Werbung, dass Haushalte die Einkauf aktuell auch dann bekommen, wenn sie dem Erhalt schriftlich widersprochen haben. Eine Sprecherin erhebt schwere Vorwürfe. Die Post habe keinen Widerspruch akzeptiert, schrieb Katharina Wallmann der Deutschen Presse-Agentur.

Sie bietet auch keinen alternativen Weg, um sich einfach von der unerwünschten Plastikpost abzumelden." Das Unternehmen sei nicht an einer ergebnisoffenen Diskussion interessiert. "Wir sehen uns daher gezwungen, den rechtlichen Weg zu gehen."

Neu ist das Thema nicht. Vor knapp fünf Jahren etwa hatte ein 19-Jähriger der Post knapp 140 000 gesammelte Unterschriften gegen die Plastikfolie übergeben. Rückendeckung erhielt er von der damaligen Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD), die Post kündigte an, die Verpackung zu überdenken. (dpa)

Rubriklistenbild: © Oliver Berg/dpa

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