Vision und Marke: Ausstellung „bauhaus I documenta“ in Neuer Galerie Kassel eröffnet

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Ein Meer aus Wagenfeld-Leuchten, die unterschiedlich leuchten: Diese Tischleuchte wurde 1924 von Wilhelm Wagenfeld entworfen. Sie wird häufig die Bauhaus-Leuchte genannt. Wie der Designer sagte, sollten die Bauhaus-Entwürfe Industrieprodukte sein und auch so aussehen.
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Hingucker: In einem der sieben Räume sind alle documenta-Leiter zu sehen. Die Bauhaus-Leuchte zieht sich wie ein Leitfaden durch die gesamte Ausstellungsfläche.
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Eröffneten die Ausstellung: Sabine Schormann,(Generaldirektorin documenta und Museum Fridericianum gGmbH) und Philipp Oswalt (Kurator und Professor für Architekturtheorie und Entwerfen an der Universität Kassel).
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Ein Exponat der Ausstellung: Der d14-Kangaroos-Sneaker vom Kasseler Sapato-Store.
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Das vor 100 Jahren in Weimar gegründete Bauhaus und die documenta stehen bis heute für eine Tradition der Moderne und Avantgarde, für ein weltoffenes und modernes Deutschland.

Kassel. Die Ausstellung „bauhaus I documenta. Vision und Marke“ in der Neuen Galeriestellt erstmals die Strömung Bauhaus und die Weltkunstausstellung documenta nebeneinander: Installationen, Originalkunstwerke und dokumentarische Objekte zeigen die Entwicklungen beider Institutionen und ihre Überschneidungen.

Das vor 100 Jahren in Weimar gegründete Bauhaus und die documenta stehen bis heute für eine Tradition der Moderne und Avantgarde, für ein weltoffenes und modernes Deutschland. Beide sind aus Zivilisationsbrüchen des 20. Jahrhunderts entstanden: Das Bauhaus vor dem Hintergrund des Ersten Weltkriegs und die documenta nach den beispiellosen Verbrechen des Zweiten Weltkriegs. Beide eint der Glaube an künstlerische Innovation und deren sozialreformerische Kraft. Während das Bauhaus durch angewandte Gestaltung von Dingen, Räumen und Gebäuden noch einen ganzheitlichen Lebensentwurf versuchte, knüpfte die documenta an die romantische Idee der Auseinandersetzung mit der freien Kunst an, durch die die Menschen wieder zu verantwortlichen Bürgern werden sollten.

Die Ausstellung ist als Parcours mit sieben Themenräumen inszeniert. Unter anderem sind Arbeiten von Marcel Breuer, Wassily Kandinsky, und Barbara Klemm zu sehen. Staatssekretärin Ayse Asar zur Eröffnung: „Die Ausstellung ist ein ganz besonderer Beitrag zum 100-jährigen Bauhaus-Jubiläum: Als Projekt des documenta Archivs und der Universität Kassel verweist sie auf den laufenden gemeinsamen Aufbau eines documenta-Instituts.“ Flankiert wird die Ausstellung von einer Virtuellen Ausstellung zum Thema „Wie viel Bauhaus steckt in der documenta?“ Begleitet wird die Ausstellung von einem Symposium mit dem Titel „Sind wir wirklich nie modern gewesen? Bauhaus und documenta in Wahlverwandtschaft“.

Die Ausstellung ist bis zum 8. September in der Neuen Galerie in Kassel zu sehen.

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