Vollsperrung in der Nacht nach Unfall auf der A 7

Nach einem Unfall auf der A 7 in Richtung Norden in der vergangenen Nacht ist die Polizei auf der Suche nach einem polnischen Lkw, der den Unfall verursacht haben soll.

Kassel. Ein Unfall auf der A 7 in Richtung Norden und die nachfolgenden Rettungs- und Bergungsarbeiten haben in der vergangenen Nacht für eine etwa einstündige Vollsperrung zwischen den Anschlussstellen Kassel-Nord und Hann. Münden-Lutterberg gesorgt. Ein polnischer Lkw soll beim Wiedereinscheren einen anderen Lastwagen geschnitten und dadurch hinter sich eine Kettenreaktion ausgelöst haben. Diese endete damit, dass ein weiterer Sattelzug einen mit drei Personen besetzten Pkw in die Betonleitwand in der Fahrbahnmitte drückte. Die drei Insassen waren dabei leicht verletzt, das Auto erheblich beschädigt worden. Da der polnische Lkw ohne anzuhalten weitergefahren war, erhofft sich die Polizei, nun Hinweise von möglichen Zeugen auf das Fahrzeug oder dessen Fahrer zu bekommen.

Wie die am Unfallort eingesetzte Streife der Autobahnpolizei berichtet, war es gegen 3.20 Uhr etwa einen Kilometer hinter der Anschlussstelle Kassel-Nord zu dem Unfall gekommen. Nach Angaben von Zeugen und der am Unfallort verbliebenen Beteiligten soll der polnische Lkw trotz des in diesem Bereich bestehenden Lkw-Überholverbots den auf dem rechten Fahrstreifen fahrenden Sattelzug, an dessen Steuer ein 44-Jähriger aus Kiel saß, überholt haben. Beim Wiedereinscheren habe der polnische Lkw dann den 44-Jährigen geschnitten und zudem abgebremst, woraufhin dieser reflexartig nach links ausweichen musste. Zu dieser Zeit fuhr auf dem mittleren Fahrstreifen auf gleicher Höhe jedoch offenbar ebenfalls verbotswidrig ein weiterer Sattelzug. Dessen Fahrer, eine 61-Jähriger aus dem Landkreis Paderborn, musste dem herüberziehenden Lkw wiederum nach links, auf den dritten Fahrstreifen, ausweichen. Dort drückte der Sattelzug mit seinem Auflieger die dort fahrende Mercedes C-Klasse mit ihren drei 19, 20 und 20 Jahre alten Insassen aus der Region Hannover gegen die Betonleitwand in der Fahrbahnmitte und klemmte den Wagen ein. Den Gesamtsachschaden an beiden Fahrzeugen beziffern die Beamten auf ca. 15.000 Euro. Der dabei leicht verletzte 20-jährige Fahrer und der 19-jährige Insasse wurden anschließend vorsorglich mit Rettungswagen in Kasseler Krankenhäuser gebracht. Der 20-jährige Mitfahrer war von Rettungskräften nach ambulanter Behandlung bereits am Unfallort wieder entlassen worden. Aufgrund der Rettungs- und Bergungsarbeiten musste die A 7 in Richtung Norden bis etwa 4.20 Uhr voll gesperrt werden.

Anschließend konnten die eingesetzten Beamten den Verkehr zunächst auf dem rechten Fahrstreifen an der Unfallstelle vorbeiführen und gegen 5.10 Uhr auch die verbliebenen Sperrungen des linken und mittleren Fahrstreifens schließlich aufheben. Es kam zu Verkehrsbehinderungen. Die Beamten der Polizeiautobahnstation Baunatal bitten Zeugen, die Hinweise auf den polnischen Lkw, zu dem die Beteiligten leider keine weiteren Angaben machen konnten, geben können, sich unter Tel. 0561 - 9100 bei der Polizei zu melden.

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