Vom Stuhl gefallen: Kleine Elina (2) kämpft sich im Klinikum Kassel ins Leben zurück

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Schweres Schicksal: Swetlana, Luca und Michael Dyck wollen der kleinen Elina helfen, so gut sie es können.

Es war nur ein kleiner Sturz vom Stuhl – doch es folgte Schlimmes für die kleine Elina und ihre Familie: Krankenhaus, Gehirnblutung, Koma. Tapfer kämpft sie sich ins Leben zurück. Für kleine Patientinnen wie sie möchte das Klinkum Kassel sein Spielzimmer erweitern. Und die Weihnachtsaktion vom EXTRA TIP kann dank vieler Unterstützer dabei helfen.

Kassel. Ganz still und beherrscht sitzt Swetlana Dyck im Spielzimmer der neuropädiatrischen Abteilung des Klinikums. Sie erzählt von dem schweren Schicksalsschlag, der ihre Tochter getroffen hat – und immer wieder kommen ihr die Tränen. Es war so ein schöner Tag im Hause der Familie im westfälischen Willebadessen. Die kleine Elina ist fröhlich, läuft durch die Wohnung, lacht und singt. Mutter Swetlana wickelt den kleinen Luca, der vor zwei Wochen auf die Welt gekommen ist und die kleine Familie komplettiert. Vater Michael arbeitet. Gerade in diesem Moment, als niemand damit rechnet, schlägt das Schicksal zu.

„Elina hat hinter mir aufgelacht“, erinnert sich Swetlana Dyck an diesen schweren Moment. „Ich habe mich umgedreht und da stand sie auf dem Stuhl. Bevor ich reagieren konnte, fiel sie runter und schlug mit dem Hinterkopf auf dem Boden auf.“ Einen Moment hat die Kleine noch geweint, dann wird sie ganz ruhig, sackt in sich zusammen. Für ihre Mutter ist sofort klar. „Da ist etwas Schreckliches passiert.“ Die nächsten Stunden erlebt sie wie durch einen Schleier. Sie funktioniert nur noch. Alarmiert den Notarzt und ihren Mann. „Und es wurde immer schlimmer, immer unwirklicher. Auf dem Weg zum Krankenhaus nach Paderborn hielt der Krankenwagen an. Man informierte uns, dass unsere Tochter ins Koma gefallen sei und man einen Hubschrauber alarmiert hätte.“

Sofort-Op nach Hirnblutung

Als die Familie in Kassel – dort ging es jetzt hin – ankommt, ist dort schon klar, dass Elina eine Hirnblutung hat und sofort operiert werden muss. Die Nacht ist ein einziger Alptraum für die junge Mutter, die mitten in der Nacht Schritte vor ihrem Zimmer in der Nähe der kleinen Tochter hört. Ein Schwester informiert sie: „Ihrem Kind geht es ganz schlecht. Wir müssen sie sofort noch einmal operieren. Aber wir können für gar nichts garantieren.“ Drei Monate im Koma Drei Monate liegt das Kind im künstlichen Koma. Dann werden die Medikamente abgesetzt. Wird sie wieder aufwachen?

Schreckliche Stunden für die Familie. Es tut sich nichts. Dann passiert das Wunder. Als Bruder Luca schreit, wacht Elina aus dem Koma auf, und Mutter Swetlana ist seitdem davon überzeugt, dass der Kleine die Schwester gerettet hat. Über den Berg ist sie aber noch lange nicht. Multiorganversagen, Herzstillstand – „Sie hat alles an Schwierigkeiten mitgenommen, was man kriegen kann“, weint die Mutter, die die schreckliche Zeit so tapfer durchgestanden hat. „Das ganze Krankenhaus hat mit gezittert. Wir haben monatelang befürchtet, dass sie es nicht schafft.“ Doch das kleine Mädchen gibt nicht auf.

Kämpft um ihr kleines Leben. „Alle haben ihr so geholfen. Ohne die tollen Mitarbeiter hier hätte sie das nie geschafft.“ Elina ist mittlerweile wieder zuhause und wird in kleinen Schritten wieder gesund. „Es ist uns egal, wie viel wieder wird. Wir müssen es so hinnehmen“, lächelte die Mutter unter Tränen. „Und wir werden ihr helfen, wo wir können.“

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