Vortragsreihe: Andrea Frömming spricht über ihre Brustkrebs-Erkrankung

+
Lernte, ihre Krebserkrankung als Chance zu betrachten: Gesundheitstrainerin Andrea Frömming aus Immenhausen.

Andrea Frömming aus Immenhausen erhielt die Diagnose Brustkrebs. Im Elisabeth-Krankenhaus spricht sie nun über ihren Weg durch die Therapie.

Kassel. Andrea Frömming erlebte ihre Diagnose „Brustkrebs“ wie viele andere Betroffene auch zunächst als Krise, als etwas endgültiges. Die lebensfrohe Mutter mehrerer Kinder war 48 Jahre alt, verlor ihre Brust, erhielt eine Chemotherapie, Bestrahlung und eine Antihormontherapie. Am Ende siegte sie über den Krebs. Geholfen habe ihr dabei, die Krankheit ohne Einschränkungen anzunehmen. In der Reihe Brustpunkt spricht Andrea Frömming am Donnerstag, 19. April, um 17 Uhr, im Vinzenz-Saal (viertes OG) im Elisabeth-Krankenhaus Kassel, sehr persönlich und authentisch über ihre Erkrankung und ihren Weg durch die Therapie.

Dabei geht sie auch darauf ein, wie sie lernte, den Krebs als „Freund“ anzunehmen, und wie es ihr gelang, ihre Ängste zu überwinden, um den Krebs als eine Chance verstehen zu können. „Jede Betroffene erlebt so eine schwere Krankheit anders“, sagt Frömming. Auch ihr habe die Diagnose den Boden unter den Füßen weggerissen: „Ich entschied mich aber dazu, dass mein Glas halb voll ist und das Leben, egal was kommt, bedingungslos anzunehmen.“ Sie setzte sich große Ziele, plante den Jakobsweg zu pilgern und Berggipfel in den Alpen zu erklimmen. Zusätzlich half ihr die Ausbildung zur Gesundheitstrainerin am Ende der Strahlentherapie, sich auf das Leben zu konzentrieren.

„Ob ich geheilt bin, weiß ich nicht“, sagt Frömming. „In jedem Fall fühle ich mich nicht mehr krank und ich spüre keinen Krebs mehr.“ Mit ihrem Vortrag möchte sie betroffene Frauen und deren Angehörige ermutigen, die Krankheit Krebs mit all ihren Tiefen, Schmerzen, Ängsten und schweren Erfahrungen aus einer anderen Perspektive zu betrachten. „Es lohnt sich immer, den Versuch zu starten, den Verlauf einer solchen Krankheit so positiv wie möglich zu durchleben“, erklärt sie. Manchmal braucht es dazu nur einen ganz winzig kleinen Impuls.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Unüberlegt oder mit Absicht? Baustellen-Plakat von Kassel Marketing umstritten

Ein Mann, der einer Dame im Minirock nachschaut - nicht das einzige Detail, das vielen missfällt: Das neue Baustellenplakat von Kassel Marketing sorgt derzeit für viel …
Unüberlegt oder mit Absicht? Baustellen-Plakat von Kassel Marketing umstritten

Bettenhausen: Anwohner ermöglicht Festnahme eines Kellereinbrechers

Der Zeuge beobachtete den Einbrecher aus sicherer Entfernung und informierte zeitgleich mit seinem Handy die Kasseler Polizei.
Bettenhausen: Anwohner ermöglicht Festnahme eines Kellereinbrechers

Am Freitag öffnet Kasseler Frühlingsfest mit neuen Attraktionen

Action und Außergewöhnliches erwartet die Besucher  beim Frühlingsfest der Schausteller auf dem messeplatz Schwanenwiese, das am Freitag beginnt und bis zum 13. Mai zum …
Am Freitag öffnet Kasseler Frühlingsfest mit neuen Attraktionen

Katastrophen-Szenario: Medizinische Task Force übte den Hochwasser-Ernstfall

DRK, ASB und Feuerwehr übten den Betrieb eines Behandlungsplatzes bei einer simulierten Hochwasser-Katastrophe mit 53 Verletzten.
Katastrophen-Szenario: Medizinische Task Force übte den Hochwasser-Ernstfall

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.