Was passiert in Baunatal? Bürgermeisterin Manuela Strube über die Zukunft der Stadt

Für Manuela Strube will viel tun in Baunatal – in diesem Sommer hoffentlich auch ohne Einschränkungen. 
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Für Manuela Strube will viel tun in Baunatal – in diesem Sommer hoffentlich auch ohne Einschränkungen. 

Was passiert demnächst in Baunatal? Baunatals Bürgermeisterin Manuela Strube im Interview über die Zukunft der Stadt und was demnächst passieren soll.

Baunatal. Städten geht es nicht anders wie Häuslebauern: Die Handwerker und das Material fehlt. Im Gespräch mit Baunatals Bürgermeisterin Manuela Strube über die Zukunft der Stadt, stellt das Baunatal vor eine Herausforderung: „Da sich Baunatal damals so schnell entwickelt hat und groß wurde, muss nun vieles gleichzeitig saniert werden. Doch wir können noch so schöne Pläne machen – die Umsetzung gestaltet sich schwierig. Im letzten Jahr sind die Materialien um 30 Prozent teurer geworden und auch an Handwerkern mangelt es.“ Dabei müssten die Max-Riegel-Halle, der Langenberg-Sportpark und die Kulturhalle saniert werden – und auch vier von sieben Stadtteilfeuerwehren warten auf ihre Gebäude.

Autostadt und Fahrrad freundlichste Kommune

Baunatal – noch immer Autostadt dank des VW-Werks – wurde erneut zur Fahrrad freundlichsten Kommune ausgezeichnet. „Die Baunataler sind sehr Fahrrad-affin und dank unserer Projekt-Gruppe aus Bürgern haben wir viele Ideen und Vorschläge, wo noch Bedarf besteht. Zudem testen wir gerade in einem internen Projekt E-Scooter für kürzere Strecken. Wir möchten nicht, dass auf den Baunataler Gehwegen demnächst überall E-Scooter herumfliegen, daher testen wir die Nutzung erst einmal, bevor wir uns eventuell für eine Vermietung der Roller in Baunatal entscheiden.“

Die E-Scooter werden von Rathaus-Mitarbeitern für Strecken zu den Außenstellen wie dem Aquapark oder den Bauhof genutzt. Manuela Strube konnte noch nicht üben – der Akku des E-Scooters war leer.

Baunatal blüht wieder auf – viele Veranstaltungen

In der Pandemie mussten einige beliebte Veranstaltungen entfallen – dieses Jahr sollen sowohl das Stadtfest, Weinfest und der Nikolausmarkt wieder stattfinden. Zudem eine Neuauflage im Juli: Ein Street Food und Music Festival ist derzeit in Planung. „Die Baunataler haben wieder Lust sich zu begegnen“, so Strube. Auch das in der Pandemie beliebte Sommer Open Air Kino soll im Parkstadion beibehalten werden.

„Der Start ins Jahr war tatsächlich holprig. Im Januar hatten wir die Querdenker in Baunatal. Anfangs waren das bis zu 400 Menschen, mittlerweile sind es vielleicht noch 40 Stück. Im Februar kam die Situation am Gertrudenstift, die der neue Betreiber zum Glück gut abwenden konnte. Und im März kam der Ukraine-Krieg und wir stellten uns auf Flüchtlinge ein. Derzeit haben wir 250 offiziell gemeldete Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine bei uns. Es ist erstaunlich, wie gut sich die Kinder in der Schule anstellen. Vormittags bekommen sie Deutsch-Intensivkurse bei uns, Nachmittags Online-Unterricht über Tablets aus der Ukraine. Dort war die Digitalisierung in Schulen scheinbar um einiges besser ausgebaut als bei uns...“

Damit auch Kinder im Kleinkindalter schnell Anschluss finden, gibt es für Kinder im Kita-Alter derzeit die Möglichkeit Mütter-Kinder-Treffs zu besuchen, bis nach den Sommerferien die neuen mobilen Raumsysteme zur Verfügung stehen.

Gelebte Inklusion und olympisches Dorf

In einem Jahr ist es soweit und die Vorfreude ist schon jetzt groß: Baunatal wird zum olympischen Dorf der Special Olympics World Games vom 12. bis 15. Juni 2023.
Die Host Towns und Delegationen der Special Olympics sind final zugeteilt. Seit Anfang der Woche steht nun fest, aus welcher Nation die Delegation kommt, für die die Stadt vier Tage im Juni 2023 Gastgeber sein wird: Die Baunataler freuen sich darauf, die Delegation aus Dschibuti begrüßen zu dürfen. „Wir sind gut vorbereitet und das Thema Inklusion ist bei uns in Baunatal ja generell immer aktuell. Wir möchten Workshops und Trainings anbieten, um mehr Akzeptanz und Bewusstsein für Menschen mit Behinderungen zu schaffen. Rollstuhltrainings oder Stadtspaziergänge als Mensch mit Sehbehinderung stehen auf unserem Programm.“

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