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Wasserstoff als Gamechanger für Erneuerbare Energie

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Das Foto zeigt von links Annika Schroeder (Projektmanagerin Regionalmanagement Nordhessen), Christian Engers (House of Energy e.V.) und Kai Georg Bachmann (Geschäftsführer Regionalmanagement Nordhessen GmbH). © Mario Zgoll

Netzwerkvereine und Projektkonsortium widmen sich der Transformation des Energiesystems

Kassel Eine der großen und komplexen Herausforderungen unserer Zeit ist die Transformation des Energiesystems. Hierbei kommt dem Element Wasserstoff eine besondere Rolle zu, denn das häufigste Element im Universum eignet sich ideal zur langfristigen Speicherung von Energie und nimmt so eine Schlüsselrolle beim Umstieg auf Erneuerbare Energien ein. Doch die Herausforderung auf dem Weg zu einer möglichst effektiven Nutzung von Wasserstoff sind komplex. Das Know-how und die Leistungsfähigkeit vieler unterschiedlicher Akteure müssen hier gebündelt werden, um möglichst schnell zu praktischen Anwendungen zu kommen.

Das Cross-Cluster-Treffen des Regionalmanagements Nordhessen und der Netzwerkvereine deENet e.V., IT-Netzwerk e.V. und MoWiN.net e.V. stellte sich genau dieser komplexen Herausforderung und gewährte am 8. Juli in den Räumen der EAM Einblicke in das Thema. Schließlich will sich die Region hier zukunftsorientiert und erfolgreich aufstellen und positionieren.

Zunächst präsentierten sich die einladenden Organisationen, und so stellte Nicolas Spengler von der EAM EnergiePlus GmbH das Energieunternehmen als Anbieter ganzheitlicher, komplett nachhaltiger Lösungen vor. Kai Georg Bachmann, Geschäftsführer der Regionalmanagement Nordhessen GmbH, sah die Transformation des Energiesystems als gemeinsames Ziel und wesentlichen Baustein auf dem Weg zur „Region des guten Lebens“. Er mahnte, nun rasch vom Reden ins Handeln zu kommen: „Ein Stück weit werden sich die Knoten lösen, wenn wir anfangen.“ Dr. Matthias Jahnke, Geschäftsführer des deENet e.V., erkannte in der Energiewende enorme Potentiale für die Generierung regionaler Wertschöpfung. Dies unterstrichen auch Peter Weide von der Rudolph Logistik Gruppe, der als Stellvertretender Vorstandsvorsitzender für MoWiN.net e.V. sprach, sowie Reiner Brandt. Der Vorstandsvorsitzender des IT-Netzwerk e.V. wies auf die Digitalisierung als verbindendes Element im Kooperations- und Innovationsmanagement sowie für den Wissenstransfer hin.

In einem Podiumsgespräch mit Publikumsfragen widmeten sich die Teilnehmer ganz dem Förderprojekt „NordH2essen – Wasserstoff verbindet“. Nordhessen konnte sich als eine von fünfzehn Regionen gegen einhundert Bewerber durchsetzen und nimmt nun eine Vorreiterstellung ein. Annika Schroeder, Projektmanagerin im Regionalmanagement Nordhessen, hatte hierzu als Diskussionspartner Dr. Sirko Ogriseck von der Infraserv GmbH & Co. Höchst KG sowie Christian Engers vom House of Energy e.V. geladen. In Höchst wird bereits eine Wasserstoff-Infrastruktur betrieben, so dass Herr Dr. Ogriseck Erfahrungen weitergeben konnte. Herr Engers stellte die entscheidenden Fragen nach Anwendungsfällen und Erzeugungspotentialen, denn Zielsetzung seien Projektideen, die gleich und dezentral umgesetzt werden können. In einer angeregten Diskussion mit den rd. 50 Teilnehmenden waren sich alle einig, dass Wasserstoff als Speichermedium für Erneuerbare Energien eine Schlüsselrolle bei der Transformation des Energiesystems zukommt.

Das Cross-Cluster-Netzwerktreffen klang gesellig, aber mit anregenden Gesprächen und dem Bekenntnis zur gemeinsamen Zielrichtung aus.

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