Wegen E. Coli-Bakterien: Trinkwasser-Warnung an Kasseler Schule

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Das Leitungswasser der Georg-Christoph-Lichtenbergschule in Kassel ist seit Wochen verunreinigt.

Auf keinen Fall trinken! - so lautet die Information für Schüler und Lehrer der Kasseler Lichtenbergschule in Oberzwehren. Das Leitungswasser ist durch Bakterien verunreinigt.

Kassel. Der schnelle Schluck aus der Wasserleitung: Für Schülerinnen und Schüler der Georg-Christoph-Lichtenbergschule in Oberzwehren ist der zur Zeit tabu. Denn man bekommt das Problem verunreinigten Trinkwassers nicht in den Griff.

„Vor den Herbstferien wurden wir über die Verunreinigung informiert“, teilt Schulleiter Stephan Hermes auf EXTRA TIP-Anfrage mit. Während der Herbstferien hatte dann es verschiedenen Maßnahmen gegeben, um die Leitungen zu reinigen, das Problem hatte jedoch nicht beseitigt werden können.

 Ein Blog-Eintrag des Schulleiters Stephan Hermes auf der schuleigenen Homepage vom Donnerstag macht noch einmal die Gefährdung deutlich: „Leider kann weiterhin von Seiten des Gesundheitsamtes keine Entwarnung gegeben werden, im Gegenteil: Es wurden jetzt auch E-Coli-Bakterien nachgewiesen“. Diese können zu Darminfektionen führen, die Durchfall, Harnwegsinfektionen, Lungenentzündung, Blutinfektionen und andere Krankheiten nach sich ziehen können. Daher seien folgende Verhaltensregeln von den rund 1370 Schülern aus Stadt und Landkreis Kassel sowie den Lehrerinnen und Lehrern zu beachten:

– Das Wasser muss vor dem Verzehr (Trinken, Zusatz beim Kochen etc.) abgekocht werden!

 – Es geht keine Gefahr vom Händewaschen aus! Selbst das Duschen nach dem Sportunterricht wird als unbedenklich eingestuft, solange dabei kein Wasser in größeren Mengen geschluckt wird.

– Lediglich Personen mit großflächigeren Verletzungen (Abschürfungen, Schnitte) sollen den Wasserkontakt an den betreffenden Stellen gänzlich meiden.

Der Schulleiter weiter: „Es werden in den nächsten Tagen weitere Proben entnommen. Zudem wird weiterhin nach der Quelle der Verunreinigung gesucht.

Der EXTRA TIP fragte am Montagvormittag bei Kasselwasser an, weshalb über die Situation nicht öffentlich informiert wurde.

 „Sämtliche Probenahmen im Versorgungsnetz von Kasselwasser waren negativ. Es gab keine Grenzwertüberschreitungen nach Trinkwasserverordnung im öffentlichen Netz. Auch bei der intensivierten Beprobung der direkten Versorgungsstrecke zwischen dem Versorgungshochbehälter „Dönche“ und dem Schulgelände konnten keine Grenzwertüberschreitungen nachgewiesen werden“, teilt Pressesprecher Karsten Kühler mit. Er bestätigt auch, dass „bei einer von fünf Wasserproben am 16. Oktober in der Hausanschlussleitung zum Schulgelände E-Coli Bakterien nachgewiesen wurden.“ Außer den Wasserzapfstellen im Gebäude und auf dem Gelände der Lichtenbergschule seien keine weiteren Haushalte betroffen.

Köhler: „Die Anwohner haben keine Nutzungsbeschränkungen zu erwarten.“ Die weiteren Maßnahmen liegen nun in der Verantwortung vom Landkreis Kassel. „Kasselwasser unterstützt den Landkreis weiterhin bei der Hygienisierung der betroffenen Hausanschlussleitung auf dem Schulgelände“, teilt Köhler mit.

Wichtig zu wissen sei, „dass die Schüler und die Lehrer der Schule müssen auch weiterhin das Wasser vor dem Verzehr abkochen. Das Abkochgebot gilt bis zur offiziellen Entwarnung durch das Gesundheitsamt.“

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