Wegen des Tattoos: Schnelle Verhaftung von Tankstellen-Räuber

Nach dem Überfall auf eine Tankstelle in der Schönfelder Straße wurde der Räuber nach kurzer Zeit in Lüneburg geschnappt. Schuld war ein auffälliges Tattoo.

Kassel. Die Ermittler der Kasseler Kripo können nach dem Überfall auf eine Tankstelle in Wehlheiden am späten Dienstagabend einen schnellen Fahndungserfolg verbuchen. Nur etwa 17 Stunden später stellte sich der bereits identifizierte und gesuchte 28 Jahre alter Räuber aus dem Landkreis Kassel bei der Lüneburger Polizei. Nach den bisherigen Informationen dürfte sich der tatverdächtige Räuber aufgrund des Fahndungsdrucks bei der Niedersächsischen Polizei gestellt haben.

Der Überfall auf die Tankstelle an der Schönfelder Straße ereignete sich zwischen Dienstag und Mittwoch, kurz vor Mitternacht. Zu dieser Zeit betrat ein Mann den Verkaufsraum und bedrohte den Mitarbeiter hinter dem Tresen mit einem Messer. Der Räuber verlangt Geld und Zigaretten, bediente sich anschließend selbst an einem Kühlschrank. Anschließend flüchtet er mit dem ausgehändigten Bargeld aus der Kasse und einigen Schachteln Zigaretten sowie einer Getränkedose aus der Tankstelle. Wie zwischenzeitlich den am Tatort eingesetzten Beamten bekannt wurde, war der Täter mit einem Fahrzeug vorgefahren und nach der Tat mit diesem geflüchtet. Die Ermittlungen an der Anschrift des abgelesenen Kennzeichens verliefen noch in der Nacht zunächst ohne Erfolg. Die intensiven Ermittlungen am Folgetag der Kripobeamten des Raubkommissariats führten schließlich zur Identifizierung des Täters. Die Erkenntnisse über das Kennzeichen, die Aufzeichnungen der Überwachungskamera der Tankstelle und aus den sozialen Netzwerken, führten schließlich auf die Spur des 28-Jährigen. Ein auffälliges Tattoo im Nackenbereich war sowohl über die Videoanlage der Tankstelle als auch über das private Profil des 28-Jährigen bei einem Online-Dienst zum Teilen von Fotos und Videos zu erkennen und wurde dem Räuber zum Verhängnis. Die am Wohnort durchgeführten Fahndungsmaßnahmen dürften schließlich den Flüchtenden veranlasst haben, eine Polizeidienststelle aufzusuchen. Wie sich am späten Mittwochnachmittag bei der Festnahme herausstellte, war der 28-Jährige noch immer mit dem Wagen unterwegs, den er auch bei dem Überfall benutzte. Er hatte sich von einem Parkplatz am Inselsee Scharnebeck bei der Polizeiinspektion Lüneburg gemeldet und ließ sich von der anrückenden Funkstreife widerstandslos festnehmen. Er räumte gegenüber den Beamten ein, der in Kassel gesuchte Räuber zu sein. Die Kollegen in Lüneburg nahmen sofort Kontakt zur Kasseler Polizei auf und berichteten von dem schnellen Fahndungserfolg. Die weiteren Ermittlungen führen nun die für Raubüberfälle zuständigen Beamten des K 35 der Kripo Kassel.

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