Wegen Unfall: Ungewöhnliche Reise mit Rhönrad unterbrochen

Schlechtes Wetter gibt es für den Iraner nicht: Shahin Sadatolhosseini übernachtet sogar in seinem Rhönrad 	Fotos: Privat
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Schlechtes Wetter gibt es für den Iraner nicht: Shahin Sadatolhosseini übernachtet sogar in seinem Rhönrad Fotos: Privat

Mit dem Rhönrad im Gepäck machte sich Shahin Sadatolhosseini im Dezember auf den Weg, um eine 7.000 Kilometer lange Pilgerreise anzutreten.

Kassel. Mit dem Rhönrad im Gepäck machte sich Shahin Tivay Sadatolhosseini im Dezember auf den Weg, um eine 7.000 Kilometer lange Pilgerreise von Aachen nach Theran anzutreten. Dabei machte er auch in Kassel Station. Ein Jahr Zeit hat er sich für die Reise zu Fuß vorgenommen. Doch nun könnte die Zeit knapp werden, denn durch einen Autounfall, bei dem sein Rhönrad kaputtging, hat er einige Tage verloren.

"Ein Auto ist in mein Rad gefahren. Mir ist zum Glück nicht viel passiert, aber ich muss nun warten, bis das neue Rhönrad geliefert wird", berichtet Shahin, der derzeit wieder in Aachen ist. 2.800 Kilometer hat er bereits zurück gelegt. Mit seiner ungewöhnlichen Wanderung, die er als Völkerverständigung sieht, hat der 45-jährige Iraner schon für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Mit der Reise möchte er ein Friedenszeichen setzen.

Die meiste Zeit reist er mit seinem zwei Meter großen und 45 Kilogramm schweren Metallrad alleine. "Oft begleiten mich aber auch Freunde von mir auf einer Etappe." Rund 20 Kilometer rollt der Rhönradartist pro Tag. "Ich hoffe, dass das neue Rad bald kommt und ich meine Reise fortsetzen kann."

Begeistert ist er von der Gastfreundschaft der Leute, die er unterwegs getroffen hat: "Viele Leute haben mir dirket bei sich zu Hause eine Übernachtungsmöglichkeit angeboten." Findet er keine Schlafstätte, hängt er einfach seine Hängematte in dem Rad auf.Damit er sein Ziel erreichen kann, ist er neben einem intakten Rad auch abhängig von Spenden.. Wer dazu mit ihm in Kontakt treten möchte, kann das über seine Homepage www.rolleast.de tun, auf der er auch regelmäßig über seine Reise berichtet.Seine Leidenschaft zum Rhönrad begann schon vor Jahrzehnten: Shahin hat viele Jahre als Rhönrad-Artist gearbeitet und den Iran bei mehreren Weltmeisterschaften im Rhönradturnen vertreten. Derzeit ist er als Choreograph und Künstler tätig.

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