Weniger Kassel-Besucher im ersten Halbjahr 2016

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Auf dem Rückweg in die Schweiz machen Kurt und Marlis Odermatt Station in Kassel. „Diesmal kommen wir von Fehmarn zurück. Aber wir können uns vorstellen, in Kassel nochmal richtig Urlaub zu machen. Es ist so herrlich grün hier – wir sind beeindruckt, das ist einzigartig.“ Fotos: Lange

Die Region bleibt beliebt, in Kassel gibt es einen winzigen Besucher-Rückgang. Und wir sprachen mit Kassel-Urlaubern über ihre Eindrücke.

Kassel. Kassel – im Norden Hessens und im Herzen Deutschlands gelegen – hat sich in den vergangenen Jahren zu einer Tourismus-Boom-Stadt entwickelt. Jahr für Jahr gab es neue Rekorde bei Besucher- und Übernachtungszahlen. Doch nur bis jetzt. Denn die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen: In den ersten sechs Monaten des Jahres 2016 besuchten 2,2 Prozent weniger Menschen die Stadt an der Fulda als im Vorjahr.

Und während im Hessen-Durchschnitt 1,7 Prozent mehr Übernachtungen gezählt wurden, ging in Kassel die Anzahl zurück.Doch: Alles halb so schlimm. Der besucherstärkste Monat Juli wurde in der Halbjahres-Erhebung natürlich noch gar nicht mitgerechnet. Außerdem kommen noch einige große Veranstaltungen in der zweiten Jahreshälfte, die die Zahl wieder ins Plus korrigieren sollen.Aber warum kommen Gäste überhaupt nach Kassel? Für  Tagungen und Kongresse ist Kassel längst erste Wahl: Die zentrale Lage, drei Autobahnen, ein ICE-Fernbahnhof und moderate Hotelzimmer-Preise sorgen für hohes Interesse bei Tagungsgästen.

Auch Durchreisende, Tages- und Wochenendgäste machen in Kassel gern Station. Herkules, Aue, Museenlandschaft und Kunst-Szene locken. Dumm nur, dass aktuell kein Campingplatz zur Verfügung steht – dafür ist der Wohnmobil-Stellplatz an der Fulda derzeit gut besucht.

Weiter Besucher-Zuwachs in der Region

Während in der Stadt Kassel die Übernachtungszahlen im ersten Halbjahr leicht rückläufig waren, geht der Boom in der kompletten Grimmheimat Nordhessen weiter: Rund 1,13 Millionen Gäste haben die Region im ersten Halbjahr besucht. Das ist ein Zuwachs von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Die Gäste blieben durchschnittlich drei Tage in der GrimmHeimat NordHessen. Die Zahl der Übernachtungen stieg um 1,4 Prozent auf rund 3,46 Millionen. Vor allem der Landkreis Kassel und der Schwalm-Eder-Kreis legten im ersten Halbjahr deutlich zu, die Landkreise Hersfeld-Rotenburg und Waldeck-Frankenberg verzeichnen ebenfalls ein Plus.

Die Entwicklung – mit Ausnahme der Stadt Kassel – folgt dem landesweiten Trend: Die hessische Tourismuswirtschaft verzeichnet mit rund 6,9 Millionen Ankünften einen leichten Zuwachs von 1,4 Prozent. Bei den Übernachtungen legte sie um 1,7 Prozent zu.

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