Wenn's am schönsten ist: Patrik Ringborg verabschiedet sich vom Staatstheater

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„Die Menschen in Kassel sind mir sehr ans Herz gewachsen“, sagt Patrik Ringborg, der sein Amt als Generalmusikdirektor in Kassel nach zehn Jahren aufgibt.

Patrik Ringborgs Amtszeit als Generalmusikdirektor am Kasseler Staatstheater endet. Ganz endgültig ist der Abschied aber nicht.

Kassel. Als Patrik Ringborg sich vor zehn Jahren dafür entschied, als Generalmusikdirektor (GMD) ans Kasseler Staatstheater zu gehen, lag der Vertrag für eine Anstellung am Theater Freiburg bereits vor. „Ich hätte nur noch unterschreiben müssen“, erzählt der 51-Jährige. Doch das hat er nicht getan. Stattdessen entschied er sich für Kassel. „Ich kannte die Stadt nicht, wusste aber um die Größe des Kasseler Orchesters und hatte Lust auf etwas Neues“, erinnert er sich zurück.

Nun, zehn Jahre später, ist es soweit. Nach einer langen Amtszeit kehrt der GMD dem Staatstheater den Rücken zu um als Dirigent hauptsächlich in seinem Heimatland Schweden weiterzuarbeiten. Seinen Hauptwohnsitz in einer denkmalgeschützten Villa am Kasseler Stadthallengarten möchte er zunächst jedoch behalten. „Dort fühle ich mich so wohl. Mein Zuhause war abgesehen vom Theater mein absoluter Lieblingsort in Kassel“, erzählt der GMD.

Der berufliche Abschied aus der Stadt werde ihm jedoch sehr schwer fallen. „Ich habe die Menschen in dieser langen Zeit sehr lieb gewonnen und mich auch vom Kasseler Publikum immer sehr wertgeschätzt gefühlt. Aber man soll ja bekanntlich gehen, wenn es am schönsten ist“, so Ringborg wehmütig. Besonders seine große Herzensangelegenheit, die beliebten Sommer-Open-Air-Konzerte in der Karlsaue, die Ringborg während seiner Schaffenszeit in Kassel ins Leben rief, werden ihm fehlen. „Ich wünsche mir sehr, dass mein Baby in Zukunft fortgesetzt wird. Die Umsetzung der Sommer-Open-Airs war einfach toll“, schwärmt der gebürtige Schwede.

Eine letzte große Show

Sein letztes Sinfoniekonzert hat er bereits gegeben. Nun wird es am Samstag, 1. Juli, mit einer Zusatzvorstellung von „Swing in Concert – The Reunion“ noch einen fulminanten Konzertabschluss im Opernhaus geben. Bei der letzten Swing-Show, die ins Unterhaltungsmekka Las Vegas der 50er und 60er Jahre führt, wird Patrik Ringborg zum letzten Mal als GMD auf der Bühne bestehen, bevor seine Amtszeit offiziell endet. „Ganz endgültig ist der Abschied aber nicht“, lächelt er. Die Weihnachtstage möchte er nämlich gerne zuhause in Kassel verbringen. Und wenn er schon mal da ist, gibt er auch Auftritte: Bei zwei Christmas-Swing-Konzerten sowie dem Weihnachtsoratorium in Kirchditmold wird Patrik Ringborgs Dirigat im Dezember wieder erlebbar sein.

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