Wenn’s ständig klingelt

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Foto: Archiv

Kassel. Smartphones im Unterricht: Lokalo24.de hat nachgefragt, welche Regeln an Kassels Schulen gelten.

Kassel. Facebook, Whatsapp und Co. – vor allem für Jugendliche sind soziale Netzwerke und Chat-Apps ständige Begleiter im Alltag. Doch was passiert, wenn das Smartphone den Unterricht stört oder sogar in Arbeiten oder Klausuren zu Hilfe genommen wird? Wird es abgenommen oder ist es an Kassels Schulen sogar komplett verboten? Lokalo24.de hat nachgefragt: "Eine allgemein gültige Regelung für die Schulen gibt es nicht. Jede Schule kann das selbst bestimmen und in der Schulordnung festlegen", sagt Sabine Schäfer von der Amtsleitung des Schulamt Kassel.

An der Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule wird zurzeit an einer neuen Schulordnung gearbeitet. Laut dieser ist "der Einsatz von elektronischen Medien, z.B. von PCs, iPads und Smartphones zu unterrichtlichen Zwecken nach Entscheidung und unter Aufsicht von Lehrern erlaubt", erklärt Markus Crede, Vertreter des Schulleiters. Für Ober-, und Mittelstufe gebe es unterschiedliche Regelungen. In der Mittelstufe sei die Benutzung von Mobiltelefonen prinzipiell verboten. Für die Oberstufe gilt: "Handys können im Klassenraum, Kursräumen und Oberstufenraum genutzt werden; während des Unterrichts nur mit Genehmigung der Lehrkraft." Bei Regelverstößen können die Telefone bis zum darauf folgenden Schultag eingezogen werden. "Hinter diesen Überlegungen steckt, dass wir die Schüler zunehmend an die verantwortungsvolle Nutzung des Handys heranführen müssen," so Crede abschließend.

Kein Schulalltag ohne Smartphones?

Auch das Goethe-Gymnasium hat klare Regeln aufgestellt. "Für beide Sekundarstufen gilt, dass die Benutzung von Mobiltelefonen im Unterricht grundsätzlich verboten ist", sagt Schulleiter Ludger Becklas. Bei Klassenarbeiten und Klausuren würden eingeschaltete Kommunikationsmedien sogar als Täuschungsversuch gewertet. Für die Oberstufe seien die Regelungen bezüglich der Pausenzeiten weniger streng. An der Oskar-von-Miller Schule, einer beruflichen Schule mit einem informationstechnischen Schwerpunkt, gehört die Arbeit mit Smartphones zum Alltag. Laut Michael Freimuth müssten Berufsschüler außerdem im Ausnahmefall für ihren Betrieb erreichbar sein. "Telefoniert wird dann aber außerhalb der Klassenräume." Natürlich gebe es auch einmal Unterricht, in dem Mobiltelefone nicht erwünscht sind: "Hier achten die Lehrkräfte auf die Einhaltung der Regeln. Die Einbehaltung des Mobiltelefons bis zum Unterrichtsende ist ein letztes Mittel, das allerdings nur im Einverständnis mit den Lernenden geschieht."

Von: Annemarie Eckhardt und Lisa Pfannkuche

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