Wieder Anrufe von falschen Polizeibeamten in Stadt und Landkreis

Gleich fünf Mal versuchten Betrüger am Donnerstagabend per Anruf an Informationen zu Schmuck- und Bargeldbesitzen zu kommen.

Kassel. Am Donnerstagabend versuchten Anrufer, die sich am Telefon als Polizeibeamte ausgeben und erfahrungsgemäß einer organisierten Bande angehören, Schmuck und Bargeld zu erbeuten. In allen fünf Fällen, die an diesem Abend angezeigt wurden, scheiterten die Täter. Zum Teil zeigte sich im Display des jeweiligen Festnetztelefons der Betroffenen die 110 als Anrufer. Dies ist ein wichtiges Indiz, dass es sich nicht um die richtige Polizei handelt. Auch die Fragen nach Schmuck und Bargeld im Haushalt stellt die richtige Polizei nicht.

Vier Opfer aus Kassel und eine Familie aus Niestetal meldeten sich innerhalb von 75 Minuten bei der Leitstelle der Kasseler Polizei und berichteten von ominösen Anrufen. In den Gesprächen meldete sich immer ein Mann, der sich mit unterschiedlichen Namen vorstellte. Immer gleich, die Angabe, dass er von der Polizei sei und man in der Nachbarschaft jemanden festgenommen habe, bei dem ein Zettel mit Namen und Adressen des Angerufenen aufgefunden wurde. Um festzustellen, ob der Festgenommene bereits Beute gemacht habe, rufe man nun an. Die Angerufenen sollen dann preisgeben, wo und wieviel Schmuck und Bargeld im Haus sind. In zurückliegenden Fällen kam es dann zum Täter-Opfer-Kontakt, der nicht selten mit dem Verlust von Wertsachen endete.

In den Fällen riefen die Täter mutmaßlich wahllos bei Familien an, die allerdings alle im Telefonbuch mit Namen und Adresse aufgeführt sind. Die ersten vier Anrufe gingen im Kasseler Stadtteil Kirchditmold ein. Um 21:45 ging der erste der Polizei bekannte Anruf bei einer Familie in der Straße "Weiße Breite" ein. Es folgten dann Anrufe um 21:55 Uhr in der Christbuchenstraße und um 22.15 Uhr und 22.20 Uhr jeweils in der Wurmbergstraße. Der letzte Anruf am diesem Abend, bei dem sich ein Mann als Polizeibeamter ausgab, ging schließlich in Heiligenrode in der Friedrich-Ebert-Straße ein.

Nun bitten die für Betrugsdelikte zuständigen Kripobeamten des Kommissariats 23/24 Zeugen, die Hinweise auf die Täter geben können, sich unter Tel.: 0561 - 9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden.

Rubriklistenbild: © Archiv

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Exklusiver Blick auf den neuen Touareg im Kasseler Technikmuseum

Der neue Touareg ist ein Meilenstein und das neue Flaggschiff von Volkswagen. Vor seiner offiziellen Markteinfühung im Mai, durften Glinicke-Kunden im Kasseler …
Exklusiver Blick auf den neuen Touareg im Kasseler Technikmuseum

Früher Autohaus, jetzt Event-Location: Glashaus Kassel eröffnet

Faruk Akyol und Robert George Cogal bieten die Location nicht nur zur Vermietung an, sondern kümmern sich auf Wunsch auch um professionelles Servicepersonal, Mobiliar, …
Früher Autohaus, jetzt Event-Location: Glashaus Kassel eröffnet

Folgemeldung zum Hitlergruß und sexueller Belästigung in Tram:  Tatverdächtige festgenommen

Nach intensiven Ermittlungen des Staatsschutzkommissariats und einem internen Hinweis fällt der Tatverdacht auf zwei 26 und 51 Jahre alte Männer aus Kassel.
Folgemeldung zum Hitlergruß und sexueller Belästigung in Tram:  Tatverdächtige festgenommen

Betonschäden: Stadt sperrt Teile der Reuter-Schule in Kassel

Mit sofortiger Wirkung hat die Stadt Kassel gestern Nachmittag die vorsorgliche Sperrung des südlichen Gebäudeteils der Paul-Julius-von-Reuter-Schule an der …
Betonschäden: Stadt sperrt Teile der Reuter-Schule in Kassel

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.