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Wintershall schreibt Nord Stream 2 ab

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Wintershall verabschiedet sich von der Finazierung der Nordsee-Pipeline Nord Stream 2. „Durch den Angriffskrieg des russischen Präsidenten gegen die Ukraine ist das Fundament der Zusammenarbeit in den Grundfesten auf das Schwerste erschüttert worden“, sagt. © Wintershall Dea/Screen Story

Kasseler Erdöl- und Erdgasproduzent sagt: Wegen Russlands Angriffskrieg ist keine Zusammenarbeit mehr möglich

Kassel/ Hamburg. Der Vorstand der Wintershall Dea AG hat entschieden, in Russland keine zusätzlichen Projekte zur Förderung von Gas und Öl voranzutreiben oder umzusetzen und die Finanzierung von Nord Stream 2 in Höhe von rund 1 Milliarde Euro abzuschreiben.

Unter der Woche hatte der Vorstandsvorsitzende von Wintershall Dea, Mario Mehren, in einem persönlichen Statement bereits betont, dass durch den Angriffskrieg des russischen Präsidenten gegen die Ukraine das Fundament der Zusammenarbeit in den Grundfesten auf das Schwerste erschüttert worden ist. Der brutale Überfall verursache unfassbares Leid und sei ein Wendepunkt.

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...Mario Mehren, Vorstandsvorsitzender von Wintershall Dea. © Wintershall Dea/Ludwig Schöpfer

Konkret hat der Vorstand der Wintershall Dea AG als Konsequenz am Mittwoch beschlossen:

• keine zusätzlichen Projekte zur Gas- und Ölförderung in Russland zu verfolgen und alle Planungen für neue Projekte zu stoppen,

• Zahlungen nach Russland grundsätzlich mit sofortiger Wirkung einzustellen,

• die Finanzierung von Nord Stream 2 abzuschreiben.

Bei der Gascade Gastransport GmbH, dem deutschen Gasnetzbetreiber, bleibt Wintershall Dea weiter aktiv. Gascade betreibt ein Gaspipelinenetz in Deutschland von gut 3.200 Kilometern Länge und ist als kritische Infrastruktur für den Gastransport innerhalb Deutschlands und Europas relevant.

In den bestehenden Erdgas-Förderprojekten Juschno-Russkoje und Achimov in Sibirien bleibt Wintershall Dea vertreten. Die Förderprojekte liefern Erdgas und versorgen Europa mit Energie.

Mit der deutschen Bundesregierung und der EU-Kommission steht Wintershall Dea in Verbindung.

Zum Krieg Russlands gegen die Ukraine haben die Gesamtbetriebsräte, der Unternehmenssprecherausschuss sowie der Vorstand der Wintershall Dea AG eine Gemeinsame Erklärung veröffentlicht. Die Pressemitteilung findet man HIER.

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