Zusammenhalt auf dem Bau

Möchte mit keinem anderen Beruf tauschen: Paul Störmer absolviert gerade seine Ausbildung zum Maurer.
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Möchte mit keinem anderen Beruf tauschen: Paul Störmer absolviert gerade seine Ausbildung zum Maurer.

Wir stellen vor: Junge Menschen, die vom Handwerk überzeugt sind

Kassel Wenn es um die Berufswahl geht, gibt‘s für viele nur eines: ein großes Unternehmen mit einem bekannten Namen. Erst wenn das nicht klappt, schaut man sich weiter um. Doch immer mehr Jugendliche erkennen, dass sich eine Ausbildung im Handwerk lohnt, die Zahl der Ausbildungsverträge ist nach dem Einbruch im Corona-Jahr 2020 wieder gestiegen. In loser Reihenfolge präsentieren wir Ihnen hier junge Männer und Frauen, die den Schritt ins zukunftssichere Handwerk gemacht haben und Andere ermutigen wollen, es ihnen gleich zu tun.

Groß überlegen musste Paul Störmer nicht, als 2020 der Abschluss auf der Heinrich-Schütz-Schule näher rückte. „Das hat sich früh herausgestellt, dass ich einen handwerklichen Beruf ergreifen möchte. Schon in der Schule haben mir die praktischen Fächer immer mehr gefallen“, erzählt der 18-Jährige und erinnert sich, dass er bereits als kleiner Junge liebend gerne mit seinem Vater mitgegangen ist, wenn der als Haustechniker im Einsatz war. Die letzte Gewissheit in Sachen Berufswahl holte er sich dann u. a. im Rahmen zweier schulischer Praktika, bei denen er in handwerkliche Betriebe reinschnupperte. Es folgten Bewerbungen und nach einer Runde Probearbeiten bei der Firma Rennert Bauunternehmen hatte er seinen Ausbildungsvertrag zum Maurer in der Tasche.

Keine Handlangertätigkeiten

„Ich habe es nicht bereut“, erzählt Paul Störmer auf sein erstes, bereits fast abgelaufenes Lehrjahr zurückblickend. „Die Arbeit ist abwechslungsreich und ich bin sofort richtig ins Team aufgenommen worden.“ Klar, ein Sensibelchen dürfe man nicht sein, wenn man auf dem Bau arbeitet. „Der Ton ist bestimmt rauer als im Büro“, vermutet der 18-Jährige, „rau aber herzlich, das muss man abkönnen.“ Was nicht schwer falle, denn das Miteinander der Handwerker auf den Baustellen sei schon beeindruckend. „Man hält zusammen – schließlich arbeiten, essen und entwickeln wir ja auch Lösungen auf dem Bau zusammen“, so der Auszubildende, der ausdrücklich darauf hinweist, dass er nie zu Handlangertätigkeiten verdonnert wurde. „So Geschichten wie Bier oder Zigaretten holen sind doch längst passé“, erzählt Paul Störmer „Du wirst gleich von Anfang an gefordert und sollst mitarbeiten. Die Erklärungen, Tipps und Hinweise gibt es dann von den Kollegen. Notfalls auch mehrfach, aber das sollte man nicht allzu überstrapazieren“, lacht der 18-Jährige.

Ihm gefällt, dass er nach Feierabend immer sieht, was er am Tag geschafft hat. Und beeindruckend sei auch, wenn Kollegen auf der Fahrt zu einer Baustelle auf Häuser oder andere Bauten zeigen und meinen, das haben wir mal gemacht. „Das möchte ich später auch sagen können“, so der junge Mann, der in Wahlershausen aufgewachsen ist und bereits seit vielen Jahren Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr ist. Seinen weiteren beruflichen Werdegang sieht er eindeutig „auf dem Bau“. Paul Störmer: „Ich werde in diesem Beruf bleiben und irgendwann mal meinen Meister dran hängen“.

Sehr gute Berufsaussichten

Das hört sein Chef Thilko Gerke gerne, sind doch gute Fachkräfte Mangelware. Eigentlich unverständlich, gibt es doch sehr gute Berufsaussichten im Baugewerbe. „Die alte Riege der Poliere, Meister und Gesellen geht jetzt nach und nach in den Ruhestand. Da bieten sich hervorragende Aufstiegschancen. Vor allem für diejenigen jungen Leute, die den Willen haben, Verantwortung zu übernehmen“, so Thilko Gerke. Leider gebe es davon immer weniger.

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