Sie wollen das Einkaufen revolutionieren: Studenten aus Kaufungen haben Scanbox erfunden

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Testphase erfolgreich abgeschlossen: Niels Becker (li.) und Jan Kraus aus Kaufungen haben die Scanbox entwickelt.

Niels Becker und Jan Kraus wollen das Einkaufen schneller und einfacher machen. Dafür haben sie die Scanbox erfunden. Wie das Einkaufen mit der Scanbox funktioniert und welche Vorteile sie bringt: Wir haben es getestet.

Kassel. Ich muss gestehen: Ich bin eine Niete im Einkaufen. Dabei ist es ja gar nicht so schwierig. Trotzdem schaffe ich es immer wieder, das falsche Produkt zu kaufen, für das ich eine halbe Stunde lang durch den Supermarkt gestolpert bin. Und dann steht man noch eine gefühlte Ewigkeit an der Kasse – für drei Teile.

Zumindest Letzteres ging auch den beiden Studenten Jan Kraus und Niels Becker aus Kaufungen auf die Nerven. Die Selbstbedienungskasse kennt jeder, der schon mal bei Ikea war. Doch Jan Kraus und Niels Becker denken noch einen Schritt weiter. „Wir haben uns gefragt, wie man das Einkaufen noch schneller und einfacher machen könnte“, sagt Kraus. Wie das gehen soll? Man scannt seine Einkäufe einfach selbst, bevor man sie in den Einkaufswagen legt. Das ständige ein- und auspacken und das Scannen an der Kasse entfällt. So etwas gibt es in Deutschland noch nicht.

Testphase beendet

Ihre Erfindung testeten die beiden im Edeka Aschoff in der Frankfurter Straße in Kassel. „Den Kunden gefällt‘s. Die Rückmeldungen sind sehr positiv, die Erfindung der beiden ist grandios – und das ist nur ein Prototyp“, sagt Robert Aschoff. Die Scanbox mit Bildschirm, auf dem die Einkäufe angezeigt werden, ist am Griff des Einkaufswagens angebracht. Nach dem Einkauf tippt man auf dem Touchscreen auf „Bezahlen“, die Scanbox sendet dann die Einkäufe per Funk an die Kasse. Das Bargeld wirft man im Edeka Aschoff ohnehin in einen kleinen Automaten, der auch wechselt. Der Kontakt zum Kassierer entfällt.

Testeinkauf: Beim scannen des Blumenkohls gab es kleine Schwierigkeiten, ansonsten ist die Bedienung kinderleicht.

Der Test: Ich gehe im Edeka in die Gemüseabteilung, hier bin ich sonst eher selten, nehme einen Blumenkohl und siehe da: Der hat ja gar keinen Barcode zum einscannen! Einkaufen am Limit. Um an den Barcode zu gelangen, muss der Blumenkohl zuerst auf die Waage gelegt und die Artikelnummer eingegeben werden. Die elektronische Waage druckt dann einen Barcode aus, der sich einscannen lässt. Die restlichen Produkte bereiten aber keine Schwierigkeiten, schnell bin ich an der Kasse und bezahle.

„Natürlich kann man immer noch was verbessern“, sagen die beiden Erfinder, „der Feinschliff kommt nach der Testphase.“ Haben die beiden Kaufunger das Einkaufen revolutioniert? Zumindest haben sie es deutlich vereinfacht. „Einkaufen zu gehen ist doch lästig, wenn wir mal ehrlich sind. Es kostet Zeit und Geld. Ich sehe es daher als meine Aufgabe, es den Kunden so bequem wie möglich zu machen. Und die Scanbox macht das Einkaufen deutlich leichter“, sagt Robert Aschoff. Er ist so überzeugt von der Erfindung, dass er die Entwicklung der Scanbox mit den beiden Studenten weiter vorantreiben möchte. Das durch die Erfindung Arbeitsplätze wegfallen, verneint er. „Wer wie früher an der Kasse bezahlen will, kann das auch weiterhin tun. Viele kaufen im Internet ein, da gibt es auch keine Kassierer “, so Aschoff.

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