Wüstenstaub statt Stadtgrün: Hitze trocknet Kassels Grünflächen vollkommen aus

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Dürre im Stadtgebiet: An der Kasseler Loßbergstraße sind die Rasenflächen vollkommen verbrannt.

Die Natur und damit auch das Kasseler Stadtgrün leidet derzeit stark unter der anhaltenden Hitze. Die Stadt Kassel erklärt, wie sie damit umgeht.

Kassel. Sommerzeit ist Draußen-Zeit – doch wer derzeit durch die Kasseler Parks schlendert oder sich zum Sonnen oder Grillen im Grünen niederlassen will, der wird erstaunt vor so mancher Rasenfläche stehen bleiben. Denn wo noch vor einigen Wochen die Wiese blühte und die Rasenfläche in sattem Grün erstrahlte, findet man auf einmal nichts als eine trockene Wüste.

Die anhaltende Hitze und Sonneneinstrahlung der vergangenen Wochen hat unserem Stadtgrün ordentlich zugesetzt – ehemalige Wiesen und womöglich auch der heimische Garten haben sich in dürre, braune Felder verwandelt. Können sich die Rasenflächen in diesem Jahr überhaupt noch einmal von dieser langen Durststrecke erholen? Oder müssen sich die Kasseler an den Anblick der Parkwüsten gewöhnen? Nein, verspricht das Kasseler Umwelt- und Gartenamt.

Kein grünes Fleckchen mehr: Auch die beliebte Goetheanlage in Kassels Vorderem Westen gleicht derzeit einer Wüste.

Der Rasen habe eine gute Regenerationsfähigkeit – es sei daher auch nicht notwendig ihn in Trockenzeiten zu bewässern. „Die Rasenflächen werden sich sicher in diesem Jahr wieder erholen, sodass die Kasseler Bürgerinnen und Bürger auch wieder grüne Parkanlagen sehen werden“, so das Amt. „Es ist davon auszugehen, dass sich der Rasen je nach Standort innerhalb von vier bis sechs Wochen erholt.“ Bis dahin müssen die Kasseler sich noch gedulden.

Das Stadtgrün mit einer geringeren Regenerationsfähigkeit – dazu gehören Bäume, die frisch gepflanzt wurden oder besonders beansprucht sind sowie angelegte Blumenbeete – wässert das Umwelt- und Gartenamt derzeit regelmäßig, um es vor dem Vertrocknen zu schützen.

Wer seine Grünfläche im privaten Garten grün halten will, dem rät das Amt davon ab, sie bei Sonne zu wässern, da das Gras dann verbrennt. Die späteren Abendstunden eignen sich besser. Angesichts des derzeit allgemein sehr hohen Wasserverbrauchs ruft die Stadt Kassel jedoch dazu auf, die Mengen, die man im heimischen Garten vergießt, so gering wie möglich zu halten und Grünflächen mit Bedacht zu wässern. Aufgrund der großen Trockenheit verhängte die Stadt am Donnerstag außerdem ein Grillverbot in Parkanlagen.

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