Wunsch nach weniger Stress und mehr Zeit für Familie: Gute Vorsätze besonders bei jungen Menschen beliebt

Immerhin: Der Hälfte aller Befragten gelang es 2021, die gesteckten Ziele aus 2020 länger als drei Monate durchzuhalten.
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Immerhin: Der Hälfte aller Befragten gelang es 2021, die gesteckten Ziele aus 2020 länger als drei Monate durchzuhalten.

Die DAK-Gesundheit fragt jährlich nach den guten Vorsätzen für das kommende Jahr und deren Umsetzung aus dem Vorjahr.

Kassel Vor allem jüngere Menschen zwischen 14 und 29 Jahren blicken so auf 2022. Jeder Zweite in dieser Altersgruppe steckte sich bewusst Ziele. Mit steigendem Alter sind gute Vorsätze von geringerer Bedeutung. Lediglich 37 Prozent der 30- bis 44-jährigen nahmen sich etwas für 2021 vor. Bei den Älteren war es nur noch ein Drittel. Das ist das Ergebnis einer aktuellen und repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit. Laut Studie hat auch die aktuelle Corona-Pandemie Einfluss auf die guten Vorsätze. So fiel es etwa jeder und jedem Zweiten in diesem Jahr schwerer, Vorhaben für 2021 in Zeiten von Lockdown und Kontaktbeschränkungen umzusetzen.

Die DAK-Gesundheit fragt jährlich nach den guten Vorsätzen für das kommende Jahr und deren Umsetzung aus dem Vorjahr. Für 2022 liegen in allen Altersgruppen mehr Zeit für Familie und Freundeskreis und Stressabbau mit jeweils 64 Prozent an der Spitze. 60 Prozent möchten sich umwelt- oder klimafreundlicher verhalten. Auf Platz vier landet der Vorsatz, sich mehr zu bewegen oder Sport zu treiben (59 Prozent). Insbesondere junge Menschen im Alter von 14 bis 29 Jahren möchten mehr Zeit mit Familie und Freunden verbringen. 81 Prozent der Befragten in dieser Altersgruppe geben dies an. Hoch im Kurs stehen bei ihnen außerdem der Wunsch nach weniger Stress und mehr Umwelt- und Klimaschutz (jeweils 69 Prozent).

Die Menschen in der sogenannten Rushhour des Lebens zwischen 30 und 44 Jahren nehmen sich ebenfalls mehr Zeit für Familie und Freundeskreis vor (73 Prozent). Stressabbau ist für die Altersgruppe der 45- bis 59-jährigen besonders wichtig (68 Prozent). Umwelt- beziehungsweise klimafreundliches Verhalten ist bei älteren Menschen ab 60 Jahren am beliebtesten. Mit 55 Prozent ist dies der meistgenannte Vorsatz in dieser Altersgruppe.

Der Wunsch nach reduzierter Handy- oder Computernutzung steigt seit nunmehr fünf Jahren kontinuierlich an. 30 Prozent und damit zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr nehmen sich vor, in Zukunft weniger online zu sein. 2017 fassten diesen Vorsatz lediglich 18 Prozent der Befragten. Über alle Altersgruppen steigt der Wunsch nach weniger Handynutzung, besonders stark allerdings bei den 30- bis 44-jährigen (plus 12 Prozentpunkte) und den 14- bis 29-jährigen (plus vier Prozentpunkte). Das Thema Alkohol treibt vor allem Männer um: 20 Prozent von ihnen haben den Vorsatz, 2022 weniger Alkohol zu trinken. Bei den Frauen sind es 12 Prozent. Diese möchten hingegen vor allem mehr Zeit für sich selbst. 57 Prozent der Frauen geben das als guten Vorsatz an, bei den Männern sind es 49 Prozent.

Der Hälfte aller Befragten gelang es 2021, die gesteckten Ziele aus 2020 länger als drei Monate durchzuhalten, weitere 21 Prozent hielten zumindest zwei bis drei Monate durch. In diesem Jahr der Corona-Pandemie fiel es jedoch rund 50 Prozent schwerer, die Vorhaben umzusetzen. Für 28 Prozent hatten Lockdown und Kontaktbeschränkungen keinen Einfluss auf ihr Durchhaltevermögen. Nur 22 Prozent gaben an, dass es Ihnen leichter fiel als in den Vorjahren.

Gesunken ist die Zahl derer, die sich etwas für das neue Jahr vornehmen. Hatten für 2020 noch 43 Prozent der Befragten gute Vorsätze gefasst, waren es für das laufende Jahr nur noch 36 Prozent. Überdurchschnittlich wichtig ist jedoch jungen Menschen im Alter von 14 bis 29 Jahren sich für das neue Jahr Ziele zu stecken. Fast die Hälfte der Befragten in dieser Altersgruppe gab an, gute Vorsätze für das laufende Jahr zu haben. Mit zunehmendem Alter nehmen die Vorhaben allerdings ab. So setzen sich nur 30 Prozent der über 60-jährigen Ziele.

Mit Abstand am häufigsten (67 Prozent) motiviert die Befragten ihr persönliches Empfinden, sich verstärkt um ihre Gesundheit zu kümmern. Für jeden Zweiten sind eine akute Erkrankung oder die Aufforderung vom Arzt der Grund, gesünder zu leben. 40 Prozent sind motiviert, wenn der Partner einen dazu Anstoß gibt. Mehr als jeder Vierte (29 Prozent) sieht Angebote der eigenen Krankenkasse als hilfreich an.

* Repräsentative Bevölkerungsumfrage durch Forsa, 1.005 Befragte. Erhebungszeitraum: 9. bis 11. November 2021.

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