Zentgrafenstraße: Müll- und Parkplatzprobleme belasten Geschäfte

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An der Friedrich-List-Schule haben Anwohner und Geschäftsinhaber große Probleme mit Müll und nicht vorhandenen Parkplätzen. Schuld seien die Schüler.

Kassel. Inhabergeführte Lädchen mit abwechslungreichem Angebot und persönlicher Note: In der Zentgrafenstraße auf Höhe der Friedrich-List-Schule in Kirchditmold soll wieder Leben in den Stadtteil gebracht werden. Doch einige Geschäftsinhabern und Anlieger sind verärgert über die Schüler der List-Schule.

"In den Pausen und Freistunden lungern die Schüler vor unseren Läden rum. Sie lassen ihren Müll liegen und benehmen sich respektos", sagt Anja Bauer vom Geschäft "Det lille Hus".Schon oft habe sie beobachtet, wie Schüler Essensreste, leere Becher und Zigarettenstummel auf den Bürgersteig werfen,  keinen Platz machen, wenn Rollstuhlfahrer und Passanten mit Kinderwagen vorbei müssen. "Spricht man die Schüler direkt darauf an, wird man beleidigt und schief angeguckt", so Bauer.

"Dabei versuchen wir hier unsere Läden zu erhalten und den Stadtteil aufwerten. Aber in dieser Situation wollen sich keine

neuen Geschäfte niederlassen und unsere Kunden fühlen sich unwohl", sagt sie im Namen einiger weiterer Ladeninhaber.Nicht nur  Hinterlassenschaften und Respektlosigkeiten der Schüler sind ein Problem, auch die Parksituation ist schwierig.  "Es gibt wenig Parkmöglichkeiten für Kunden. Und dort wo es möglich ist, darf man höchstens ein Stunde stehen."  Dazu kommt, dass die Schule keinen eigenen Parkplatz hat. Viele Schüler würden einfach parken, wo Platz ist, klagt die zweifache Mutter. Zwar werde seitens des Ordnungsamtes rigoros kontrolliert, doch die Schüler kümmere dies wenig, meint Hausverwalter Hermann Könemund, der sich auch um das Haus kümmert, in dem Anja Bauer zusammen mit Ehemann Marc ihr Ladengeschäft betreibt.

"Seitdem die Schüler nicht mehr auf dem Schulhof rauchen dürfen, ist das Problem schlimmer geworden", sagt Könemund. Die Schüler gingen auch auf den Hinterhof, wo Mieter ihre Garagen haben, um zu rauchen und rumzulungern. Auch dort sei häufig alles voll mit leeren Flaschen, Papiermüll und Zigarettenstummeln.

Der Schule ist das Problem bekannt. "Wir haben einige Maßnahmen eingeleitet, die die Situation verbesseren sollen", so Schulleiter Mathias Kircher. Lehrkräfte und Mitarbeiter der Schulleitung führen Aufsicht in der Pause. Schüler werden zurück auf den Hof geschickt und die Cafeteria biete eine Alternative zu Bäckerei und Döner-Bude.

"Bei über 1000 Schülern gibt es jedoch immer wieder Ausreißer. Aber da sind wir dran und stehen auch in Kontakt mit den Anliegern.""Allerdings", so der Rektor weiter, "sind die Schüler alle volljährig und stehen nicht mehr unter der Obhut der Schule. Wir können nur pädagogische Überzeugungsarbeit leisten." Anja Bauer und die anderen Anlieger hoffen nun, dass sich das Problem alleine löst, wenn das Schuljahr voranschreitet. "Die Vergangenheit zeigt, dass sich das Problem nach ein paar Monaten von alleine einpendelt", sagt Schulleiter Mathias Kircher.

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