Zissel in Kassel: Friedlicher Verlauf mit wenigen Einsätzen für die Polizei

Die Polizeibilanz von dem viertägigen Fest fällt positiv aus. 21 Anzeigen und 17 Platzverweise waren zu verzeichnen.

Kassel. Das Kasseler Volksfest "Zissel" endete am gestrigen Montagabend mit dem traditionellen Abhängen des "Zisselhärings".

Während der vier Tage nahmen die auf dem "Zissel" eingesetzten Beamten insgesamt 21 Strafanzeigen auf, wobei es sich überwiegend um Diebstahls- und Betäubungsmitteldelikte handelte. In der Nacht zum Sonntag war es gegen 2:15 Uhr neben einer der Bühnen zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Männern aus Kassel gekommen, bei der einer der Beteiligten, ein bei der Polizei bekannter 36-Jähriger, versuchte seinem Kontrahenten Pfefferspray ins Gesicht zu sprühen. Durch den Sicherheitsdienst konnte die Auseinandersetzung beruhigt werden, bevor Personen verletzt wurden. Die hinzugerufenen Beamten leiteten anschließend zwei Strafverfahren wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffengesetz ein. Darüber hinaus sprachen die Beamten in den vier Tagen insgesamt 17 Platzverweise gegen Störenfriede aus. Auch rund ein dutzend Mal kamen sie in verschiedener Weise Gästen des Festes zur Hilfe, beispielsweise bei kurzzeitig vermissten Kindern.

Bei den Abbauarbeiten in der Nacht zum heutigen Dienstag war es dann noch zu einem Verkehrsunfall mit Personenschaden gekommen. Ein stark alkoholisierter 51-Jähriger aus Kassel war am Hiroshima-Ufer plötzlich auf die Fahrbahn getreten und gegen einen dort stadtauswärts fahrenden Pkw mit Anhänger gelaufen. Dabei hatte sich der Mann am Fuß verletzt und wurde anschließend von einem Rettungswagen zur weiteren Behandlung in ein Kasseler Krankenhaus gebracht. Ein Atemalkoholtest bei ihm hatte zuvor einen Wert von über 2,9 Promille ergeben.

Rubriklistenbild: © Foto: Schaumlöffel

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