Zoff im Rot-Kreuz-Krankenhaus Kassel: Schönheitschirurg Prof. Dr. Noah vor die Tür gesetzt

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Die Schönheits-Klinik von Prof. Dr. Ernst Magnus Noah am Rotes Kreuz Krankenhaus in Kassel wurde dicht gemacht.

Seit 2003 betrieb Prof. Dr. Ernst Magnus Noah mit großem Erfolg Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie am Roten Kreuz Krankenhaus in Kassel. Aus wirtschaftlichen Gründen hat man sich die Geschäftsführung des Roten-Kreuz-Krankenhauses nun komplett von dieser Sparte verabschiedet.

Kassel. Gerade erst hatte die im Kasseler Rot-Kreuz-Krankenhaus beheimatete "Noahklinik -Klinik für plastische Chirurgie" etwas zu feiern gehabt: Vier Mal wird sie in der Focus-Bestenliste 2020 erwähnt.  Ausgezeichnet für die Bereiche Facelift, Lidchirurgie, Bauchdeckenstraffung und Brustchirurgie. Doch über den Erfolg haben sich länsgt dunkle Wolken gelegt. In einer internen Mitarbeitermitteilung wird von der Leitung der Rot-Kreuz-Kliniken Nordhessen die Schließung der Klinik für plastische Chirurgie zum 12. Juni bekanntgegeben.

"Hintergrund dafür ist, dass mit dem Chefarzt dieser Klinik, Herrn Prof. Dr. Noah, keine Regelung gefunden werden konnte, um die galoppierenden Verluste abzustellen. Zur Orientierung, es handelt sich um Beträge im hohen sechsstelligen  Bereich pro Jahr - und das seit Jahren." teilt man in dem Schreiben mit. Die Sanierung des gesamten Hauses habe Vorrang vor den Interessen einzelner. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Klinik für plastische Chirurgie habe man Weiterbeschäftigungsangebote unterbreitet bzw. werde sie versetzen.

Prof. Dr. Ernst Magnus Noah war seit Juni 2003 Chefarzt der Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie am Roten Kreuz Krankenhaus Kassel.

Noah: "Zukunft in Kassel"

Von einem Rausschmiss könne keine Rede sein, teilt Prof. Dr. Ernst Magnus Noah dem EXTRA TIP in einem Telefonat mit. "Schließlich bin ich zur Zeit in der Klinik und arbeite, erst heute vormittag habe ich operiert." Per Gerichtsverfahren sei erstritten worden, dass er bis zum 31. Juli in den Räumen in der Hansteinstraße weiter seine Privat-Patienten behandeln dürfe. Nach EXTRA TIP Informationen laufen weitere juristische Auseinandersetzungen zwischen Prof. Dr. Noah und den Rotes-Kreuz-Kliniken, die der Chirurg aber ebensowenig kommentiert wie die Aussagen in dem kursierenden Mitarbeiter-Schreiben. Eines stellt er jedoch in Aussicht: Es wird eine Zukunft für mein Team und mich in Kassel geben - wenn auch an neuer Wirkungsstätte."

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