Zum Galeriefest in der Kasseler Südstadt wird das ehemalige Versorgungsamt zum Graffiti-Kunstwerk

Verschönern die Waschbetonwand am ehemaligen Versorgungsamt (von links): Dustin Schenk, Sarah Menzel und Stefan Gebhardt von KolorCubes.
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Verschönern die Waschbetonwand am ehemaligen Versorgungsamt (von links): Dustin Schenk, Sarah Menzel und Stefan Gebhardt von KolorCubes.

Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte I Wohnstadt (NHW) entwickelt in den nächsten Jahren in Kassel die Neue Mitte Südstadt, bis dahin wird eine Waschbetonwand des ehemaligen Versorgungsamts bunt besprüht.

Kassel. Zum Kasseler Galeriefest, das am Samstag, 12. Juni und am Sonntag, 13. Juni stattfindet, starten die MacherInnen des Graffiti- und Streetart-Projekts KolorCubes die Aktion „Real recognizes Real“. Die graue Waschbetonstützwand des Hochbeets vor dem ehemaligen Versorgungsamt an der Frankfurter Straße wird seit Jahren immer wieder mit einzelnen Graffitis besprüht, einige davon sind teilweise verblichen. Inspiriert von diesem Ort und seiner Geschichte wollen KolorCubes das Graffiti-Ensemble nun vervollständigen und unterstreichen. Vorhandene Tags werden durch die Künstler aufgefrischt, leere Flächen mit neuen Gestaltungen ergänzt. Der 2015 gegründete Verein hat bereits das „ruruHaus“ für die nächste Weltkunstausstelllung Documenta am Friedrichsplatz in Kassel gestaltet.

Jürgen Bluhm, Leiter des NHW-Regionalcenters Kassel, erhofft sich von der Aktion einen Hingucker für den Stadtteil: „Bevor wir mit dem Bau der ‚Neuen Mitte Südstadt‘ beginnen, können wir die Frankfurter Straße temporär noch mit ein paar schönen Farbtupfern bereichern.“ Die NHW wird auf dem Grundstück des ehemaligen Versorgungsamts in der Frankfurter Straße rund 350 barrierefreie und bezahlbare Wohnungen mit einer Wohnfläche von circa 25.000 Quadratmetern verwirklichen – inklusive Quartiersplatz, Stadtteiltreff und grünen Freiräumen. Zum Realisierungswettbewerb für die „Neue Mitte Südstadt“ waren insgesamt acht Büros eingeladen, drei davon aus Kassel. Der Siegerentwurf von Hoechstetter und Partner Architekten aus Darmstadt soll in den nächsten Jahren umgesetzt werden.

Seit 2013 gehört das Galeriefest zum festen Bestandteil der Kasseler Kulturlandschaft und wird von den „Galerien der Kasseler Südstadt e.V.“ organisiert. Aufgrund der Corona-Pandemie findet es in diesem Jahr nur unter eingeschränkten Bedingungen statt, daher werden insbesondere Außen- und Schaufensterflächen mit Kunst bespielt. Der diesjährige Titel lautet „Floating“, dabei stehen laut Angaben der Veranstalter besonders ökopolitische Diskussionen wie der globale Klimawandel und die Ausbeutung natürlicher Ressourcen im Mittelpunkt des Galeriefests. Mehr auf www.galerien-kassel.de

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